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Tischlein, deck dich!



Drei Geschenke

Nach seiner Lehre bekam jeder Sohn ein Geschenk.

Als der älteste Sohn mit seiner Lehre fertig war, bekam er vom Schreinermeister ein Wundertischlein geschenkt. Wenn man "Tischlein deck dich" sagte, verwandelte es sich in einen wundervollen, gedeckten Tisch mit Braten, Wein, Gemüse, Salat, Schinken und vieles mehr. Als er auf dem Heimweg in ein Wirtshaus ging und da übernachtete, stahl der Wirt dem Sohn das Wundertischlein und stellte ein ganz gewöhnliches Tischlein hin.

Als der zweite Sohn mit seiner Lehre fertig war, bekam er vom Müllermeister einen Goldesel geschenkt. Wenn man "Bricklebrit" sagte, fielen Goldstücke vorne und hinten heraus. Als der zweite Sohn auf dem Heimweg in ein Wirtshaus ging, und da übernachtete, stahl der Wirt seinen Goldesel und stellte einen anderen Esel dahin.

Als der dritte Sohn mit seiner Lehre fertig war, bekam er vom Drechslermeister einen Knüppel geschenkt. Wenn man "Knüppel aus dem Sack" sagte, gab er dem, der Unrecht getan hatte, Prügel, bis er erschöpft zu Boden fiel. Als der dritte Sohn auf dem Heimweg in das selbe Wirtshaus ging, und da übernachtete, wollte der Wirt dem Sohn ebenso seinen Knüppel stehlen. Darauf hatte der Sohn nur gewartet, er rief: "Knüppel aus dem Sack" und schon fuhr das Knüppelchen aus dem Sack heraus, und tanzte dem Wirt auf dem Rücken, dass dieser erschöpft zu Boden fiel.


Lisi, Rhéa
Grundschule Steinsel, Luxemburg



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