Western Australia | |||||||||||||||||
Perth, Hauptstadt des Bundeslandes West Australia, ist eine lebendige, sonnenverwöhnte Großstadt am Swan River und dem Indischen Ozean. Als Superlativ dient der Titel "einsamste Großstadt der Welt" - schließlich ist Perth von allen anderen australischen Siedlungsräumen durch die riesige australische Wüste getrennt. Höhepunkt ist das jährliche Western Australian Wildflower Festival im September. |
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Albany: Der Entdecker Captain George Vancouver war voll Begeisterung, als er im September 1791 hier ankerte. Die Region zählt mit ihrer Umgebung zu den schönsten und abwechslungsreichsten Küstenabschnitten im Südwesten. Die der Stadt vorgelagerte Halbinsel mit dem Torrndirrup National Park an der Frenchman's Bay bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. Ein besonders spektakulärer Aussichtspunkt ist The Gap, eine 30 m tiefe Schlucht mit tosendem Wasser. Die Stirling Range mit ihrem Nationalpark zählt mit ihrem Alter von 600 Millionen Jahren sicher zu den ältesten Gebirgen unserer Welt. Stark verwitterte Quarzite ragen bis zu 1073 m auf. Die Porongurup Range erinnert mit ihren Granitwänden und Felsdomen an den Yosemite National Park. Der Park hat einen eindrucksvollen Karri-Wald. Im Westen liegt der William Bay National Park (Elephant Rocks) mit schönen Stränden. Am South Coast Highway sind die roten Bottlebrush-Blüten ein schöner Schmuck. Und hinter Denmark beginnt im Westen das "Karri County" - jener Landstrich mit viel Eukalyptuswald. Bei Nornalup reizt das Valley of Giants mit einem Wald jahrhundertealter Baumriesen (großteils Eukalyptus). In der Region von Port Hedland liegt der 600 000 ha grosse Karijini National Park mit seinen dramatischen Schluchten, Seen und Wasserfällen, die sich aus kaltem Grundwasser speisen. Hier liegt auch die höchste Erhebung in Western Australia - der Mt. Meharry mit 1249m/ü.M. Der Park ist Lebensraum der gleichnamigen Aborigines-Stämme, die 1991 die Umbenennung des bis dahin Hamersley Range National Park genannten Gebietes durchsetzten. Der Faszination überreicher Farben- und Formenpracht karminroter Canyons und deformierter Gesteinsschichten kann man sich nur schwerlich entziehen. Über Jahrmillionen wurden diese Schichten von der Erosion ausgehöhlt. Geologen haben in der Pilbara an Erzgesteinen das älteste Festland unseres Planeten nachgewiesen: 3,52 Milliarden Jahre alt. Die Pilbara lebt vom "roten Gold" - dem Eisenerz. Viele Städte enstanden auf dem Reißbrett und gehören mächtigen Konzernen. Erst so langsam werden aus "Mine Towns" Dörfer und Städte. Ausserdem werden in dieser Region riesige Bodenschätze vermutet, die nur teilweise bisher entdeckt sind. Denham, die westlichste Stadt Australiens liegt auf der Peron Peninsula, einer langgestreckten Halbinsel in der Shark Bay. Die Bucht ist von der UNESCO seit 1992 als World Heritage Park ausgewiesen, insbesondere wegen seiner ursprünglichen und faszinierenden Fauna und Flora. Allerdings gibt es hier, wie im restlichen Australien, Katzen, Ratten und andere eingeführte, "schädliche" Tierarten, die ursprünglich nicht in Australien beheimatet waren und nun dazu beitragen, das natürliche Gleichgewicht der Shark Bay durcheinander zu stören. Das in den 90ern gestartete Lost Eden Projekt macht sich die Halbinsel-Lage zu nutze gemacht. Die Halbinsel wird vor ungeliebten Besuchern mit einem Zaun geschützt und man versucht ein Stück "echtes" Australien zu schaffen. In den Salzwasserbecken des Hamelin Pool finden sich Zeugnisse für eine der ältesten Lebensformen unseres Erdballs: Stromatholiten - "lebende Felsen". Cyanobakterien und kleine einzellige Blau- und Grünalgen - Mikroorganismen, die für das menschliche Auge nur unter dem Mikroskop sichtbar sind, verarbeiten Nährstoffe und Sedimente zu felsenähnlichen Türmen, wissenschaftlicher ausgedrückt: höckerartige Schichtgesteine. Schon von 2 bis 3 Milliarden Jahren müssen diese Lebewesen hier ihr Werk begonnen haben. Das Gebiet um Derby birgt viele Bodenschätze, die bisher nur im Ansatz erforscht wurden. Ausserdem ist die Region voller bedeutender kultureller Stätten der Aborigines. Die Region der Kimberleys bedeckt ein Gebiet von 421.451 qkm - und ist somit deutlich grösser als die Bundesrepublik Deutschland, jedoch etwas kleiner als Frankreich. Ihr Reiz im menschenleeren Nordwesten Australiens liegt in den landschaftlichen Kontrasten: kleine Oasen mit dschungelartig-grünen Palmentälern, Wasserfällen und heißen Thermalquellen verstecken sich zwischen rotleuchtenden Schluchten und Kartstplateaus mit Eukalypten-Bewuchs. Außerdem bieten die Kimberleys die weltweit ältesten Felsmalereien, die größte Diamantenmine der Erde und das zweitgrößte Kraterloch, das je ein Meteorit auf Erden hinterlassen hat. Die Region lebt vom Tourismus, Bergbau, der Agri- und Aquakultur sowie der Fischerei. Geprägt ist sie ausserdem durch das Großprojekt eines großen Staudammprojektes, der Ord River Irrigation - u.a. mit dem riesigen Lake Argyle, in dem aus Berggipfeln Inseln wurden, die Oasen für bedrohte Tierarten darstellen. Exmouth liegt etwas nördlich des Wendekreis des Steinbocks - der südlichen Grenze der Tropen. Neben Cairns mit dem Great Barrier Reef gibt es hier ein zweites bemerkenswertes Seegebiet, das vorgelagerte Ningaloo Reef. Es erstreckt sich über 260 km vor der Küste und ist nur maximal 7 km von ihr entfernt und hat etwa ein Achtel der Fläche des Great Barrier Reefs. Die besondere Attraktion am Ningaloo Reef sind die alljährlich von März bis Juni wiederkommenden Walhaie - der einzige Ort auf der Welt, wo die grössten Fische der Welt, die bis zu 18 m lang und 40 Tonnen schwer werden, ganz nahe an die Küste kommen bevor sie plötzlich wieder in den dunklen Tiefen des Ozeans verschwinden. Grössere Gruppen können dort meist ca. sechs Wochen nach der Korallenblüte beobachtet werden. Das spektakuläre Ereignis der Korallenblüte bildet den Anfang einer Nahrungskette, die rund 35 Tage später die Mägen der Walhaie füllt. Von Juni bis November kommen zahlreiche Buckelwale am Ningaloo Reef vorbei. Die bis 20 m langen und bis 45 Tonnen schweren Buckelwale sind die akrobatischsten aller grossen Meeressäuger. Ausser in Exmouth kann man sie noch am Cape Byron, an der Ostküste beobachten. Im November findet ein einmaliges Naturschauspiel statt: Die Wanderung der seltenen Grünen Meeresschildkröten an den Strand zur Eiablage des Cape Range National Parks. Der Park iat auch Lebensraum für das Riesenkänguruh, den Emu und viele weitere Vogelarten. | |||||||||||||||||