Zum Aufbau des Wörterverzeichnisses
Das Wörterverzeichnis führt den zentralen rechtschreiblichen
Wortschatz in alphabetischer Reihenfolge an; Ableitungen und Zusammensetzungen
sind nur angegeben, wenn sich bei der Anwendung von Regeln (zum Beispiel
zur Getrennt- und Zusammenschreibung) Schwierigkeiten ergeben können.
Ebenso sind Angaben zu Flexion und Bedeutung nur dann aufgeführt,
wenn dies für rechtschreibliche Zwecke notwendig ist; diese Angaben
sind jedoch nicht amtlich festgelegt. Im Einzelnen gilt:
- Stichwörter
Regionale und mundartliche Besonderheiten sind nicht erfasst. Länderspezifische
Wörter (Austriazismen und Helvetismen) werden jedoch verzeichnet,
sofern sie in Österreich beziehungsweise in der Schweiz als standardsprachlich
gelten. Sie sind, sofern es sich nicht um österreichische oder schweizerische
Schreibvarianten handelt, nicht markiert.
Eigennamen werden nicht aufgeführt. Warenzeichen sind mit Wz gekennzeichnet.
Zitatwörter und fremdsprachliche Wendungen wie all right, de facto,
dolce far niente sind nicht aufgenommen, jedoch werden Beispiele für
den Gebrauch in Zusammensetzungen gegeben (De-facto-Anerkennung
usw.).
- Weitere Angaben
Zur Unterscheidung von gleich gesprochenen beziehungsweise gleich geschriebenen
Wörtern werden zusätzliche Angaben gemacht, zum Beispiel: Band
(zu binden) und Band (Musikgruppe). Bei gleicher Aussprache wird außerdem
durch ein Ungleichheitszeichen wechselseitig aufeinander aufmerksam gemacht,
zum Beispiel: Saite (beim Musikinstrument) ≠ Seite und Seite (etwa
im Buch) ≠ Saite. Ein Ungleichheitszeichen findet sich auch bei Wörtern,
die einander in Schreibung und/oder Bedeutung so ähnlich sind, dass
sie verwechselt werden können, zum Beispiel: Apartment ≠ Appartement
und Appartement ≠ Apartment. Unterschiedliche Wortarten erhalten
getrennte Einträge ohne Kommentar, zum Beispiel: bar, Bar.
- Rechtschreibliche und lexikalische Varianten
Sofern sich bei Varianten eine Hauptvariante (im Sinne einer empfohlenen,
zu bevorzugenden Schreibung) und eine Nebenvariante (im Sinne einer auch
möglichen Schreibung) unterscheiden lassen, wird auf die Hauptvariante
verwiesen, zum Beispiel: Anchovis s. Anschovis, während bei der Hauptvariante
die Nebenvariante nur genannt wird: Anschovis, auch Anchovis. Analog wird
verfahren, wenn fachsprachliche Schreibungen auftreten, zum Beispiel: Ether
s. Äther; Äther, fachspr. Ether. Zu beachten ist, dass sich die
Schweiz und Österreich in Bezug auf die Schreibung stärker an
der Herkunftssprache orientieren (Bevorzugung der Fremdschreibung). Gleichberechtigte
Varianten stehen ohne Verweis nebeneinander, zum Beispiel: räkeln,
rekeln und rekeln, räkeln.
Lexikalische Varianten werden ohne weitere Kennzeichnung angeführt
und nicht gewertet, zum Beispiel: Ahn, Ahne und Ahne, Ahn.
- Wortreihen
Mit dem Pluszeichen (+) und drei Pünktchen (...) wird auf Reihenbildung hingewiesen,
zum Beispiel: an+brennen... Der Bestandteil vor dem Pluszeichen gilt als
Stichwort. Der Bestandteil hinter dem Pluszeichen zählt als Beispiel und
bleibt bei der alphabetischen Einordnung unberücksichtigt. Bei mehreren
Beispielen wird das Stichwort durch Pünktchen ersetzt, zum Beispiel:
bereit+stehen, ...halten...
- Verweise
Die Paragraphen verweisen auf den Regelteil.
- Neue Schreibungen
Schreibungen, die sich durch die Neuregelung geändert haben, sind
durch ein Sternchen markiert, zum Beispiel: rau*. Eingeklammerte Sternchen
zeigen an, dass eine analoge Schreibung bereits vorhanden war, so etwa:
aufwärts gehen(*).
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