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Zum Aufbau des Wörterverzeichnisses


Das Wörterverzeichnis führt den zentralen rechtschreiblichen Wortschatz in alphabetischer Reihenfolge an; Ableitungen und Zusammensetzungen sind nur angegeben, wenn sich bei der Anwendung von Regeln (zum Beispiel zur Getrennt- und Zusammenschreibung) Schwierigkeiten ergeben können. Ebenso sind Angaben zu Flexion und Bedeutung nur dann aufgeführt, wenn dies für rechtschreibliche Zwecke notwendig ist; diese Angaben sind jedoch nicht amtlich festgelegt. Im Einzelnen gilt:
  1. Stichwörter
    Regionale und mundartliche Besonderheiten sind nicht erfasst. Länderspezifische Wörter (Austriazismen und Helvetismen) werden jedoch verzeichnet, sofern sie in Österreich beziehungsweise in der Schweiz als standardsprachlich gelten. Sie sind, sofern es sich nicht um österreichische oder schweizerische Schreibvarianten handelt, nicht markiert.
    Eigennamen werden nicht aufgeführt. Warenzeichen sind mit Wz gekennzeichnet.
    Zitatwörter und fremdsprachliche Wendungen wie all right, de facto, dolce far niente sind nicht aufgenommen, jedoch werden Beispiele für den Gebrauch in Zusammensetzungen gegeben (De-facto-Anerkennung usw.).

  2. Weitere Angaben
    Zur Unterscheidung von gleich gesprochenen beziehungsweise gleich geschriebenen Wörtern werden zusätzliche Angaben gemacht, zum Beispiel: Band (zu binden) und Band (Musikgruppe). Bei gleicher Aussprache wird außerdem durch ein Ungleichheitszeichen wechselseitig aufeinander aufmerksam gemacht, zum Beispiel: Saite (beim Musikinstrument) ≠ Seite und Seite (etwa im Buch) ≠ Saite. Ein Ungleichheitszeichen findet sich auch bei Wörtern, die einander in Schreibung und/oder Bedeutung so ähnlich sind, dass sie verwechselt werden können, zum Beispiel: ApartmentAppartement und AppartementApartment. Unterschiedliche Wortarten erhalten getrennte Einträge ohne Kommentar, zum Beispiel: bar, Bar.

  3. Rechtschreibliche und lexikalische Varianten
    Sofern sich bei Varianten eine Hauptvariante (im Sinne einer empfohlenen, zu bevorzugenden Schreibung) und eine Nebenvariante (im Sinne einer auch möglichen Schreibung) unterscheiden lassen, wird auf die Hauptvariante verwiesen, zum Beispiel: Anchovis s. Anschovis, während bei der Hauptvariante die Nebenvariante nur genannt wird: Anschovis, auch Anchovis. Analog wird verfahren, wenn fachsprachliche Schreibungen auftreten, zum Beispiel: Ether s. Äther; Äther, fachspr. Ether. Zu beachten ist, dass sich die Schweiz und Österreich in Bezug auf die Schreibung stärker an der Herkunftssprache orientieren (Bevorzugung der Fremdschreibung). Gleichberechtigte Varianten stehen ohne Verweis nebeneinander, zum Beispiel: räkeln, rekeln und rekeln, räkeln.
    Lexikalische Varianten werden ohne weitere Kennzeichnung angeführt und nicht gewertet, zum Beispiel: Ahn, Ahne und Ahne, Ahn.

  4. Wortreihen
    Mit dem Pluszeichen (+) und drei Pünktchen (...) wird auf Reihenbildung hingewiesen, zum Beispiel: an+brennen... Der Bestandteil vor dem Pluszeichen gilt als Stichwort. Der Bestandteil hinter dem Pluszeichen zählt als Beispiel und bleibt bei der alphabetischen Einordnung unberücksichtigt. Bei mehreren Beispielen wird das Stichwort durch Pünktchen ersetzt, zum Beispiel: bereit+stehen, ...halten...

  5. Verweise
    Die Paragraphen verweisen auf den Regelteil.

  6. Neue Schreibungen
    Schreibungen, die sich durch die Neuregelung geändert haben, sind durch ein Sternchen markiert, zum Beispiel: rau*. Eingeklammerte Sternchen zeigen an, dass eine analoge Schreibung bereits vorhanden war, so etwa: aufwärts gehen(*).

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Erstellt von Dr. Roman Schneider. Inhaltliche Fragen an Dr. Klaus Heller. Copyright IDS Mannheim.