Die Beziehung zwischen Schreibung und Lautung
Jedem Laut entspricht ein Buchstabe oder eine Buchstabenverbindung (zum
Beispiel sch, ch). Gelegentlich werden auch zwei Laute durch
einen Buchstaben bezeichnet (so durch x und z).
Die Zuordnung von Lauten und Buchstaben orientiert sich an der deutschen
Standardaussprache. Das hat den Vorteil, dass ein Wort immer in derselben
Weise geschrieben wird, obwohl es regionale Varianten in der Aussprache
geben kann. Wer schreiben lernt, muss daher manchmal mit der Schreibung
auch die Standardaussprache kennen lernen.
Besondere Probleme bereitet die Schreibung der Fremdwörter, weil
andere Sprachen über Laute verfügen, die im Deutschen nicht vorkommen
(zum Beispiel [T] im Englischen wie in Thriller und die französischen
Nasalvokale wie in Teint). Darüber hinaus können fremde
Sprachen andere Laut-Buchstaben-Zuordnungen haben (zum Beispiel in Nightclub).
Grundsätzlich kann man, was die Schreibung von Fremdwörtern angeht,
zwei Tendenzen unterscheiden:
- Schreibung wie in der fremden Sprache: Diese Lösung hat Vorteile
beim Erlernen fremder Sprachen, bei Mehrsprachigkeit, bei der internationalen
Verständigung, speziell bei den Internationalismen (zum Beispiel City,
Taxi) oder in den Fachsprachen (zum Beispiel Calcium). Teilweise
verbindet sich mit der fremden Schreibung auch das Flair von Weltläufigkeit,
dies besonders bei Varianten (zum Beispiel Club neben Klub).
- Lautliche und/oder orthographische Angleichung (zum Beispiel beides
in englisch strike, gesprochen [straIk], zu deutsch Streik,
gesprochen [StraIk]): Diese Lösung hat Vorteile für den, der
die fremde Herkunftssprache nicht kennt. Denn bei nicht erfolgter Angleichung
kann er sich das Fremdwort nur als Schreibschema oder Schreibaussprache
einprägen (zum Beispiel Portemonnaie als Por-te-mon-na-i-e).
Die Angleichung vollzog und vollzieht sich meist nicht systematisch, sondern
von Fall zu Fall, und sie hängt sehr stark von der Häufigkeit
und Gebräuchlichkeit eines Wortes ab. Gelegentlich gibt es auch Doppelschreibungen
(zum Beispiel Soße - Sauce).
Nicht immer gelten die regelmäßigen Laut-Buchstaben-Zuordnungen
bei Eigennamen; man vergleiche Schmidt, Schmid; Maier, Mayer, Meyer,
Meier; Duisburg; Soest.
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