| Wonn de Adjuvante blosen! |
|
Wenn die Adjuvanten blasen! |
| |
Hei! Wä äs et hejt doch lastich!
Alles froat sich long schiu draf,
Dänn de Adjuvante blosen,
Und de Jugend dreht sich draf.
|
|
Hei, wie ist es heut doch lustig!
Alles freut sich schon darauf,
Denn die Adjuvanten blasen,
Und die Jugend tanzt darauf.
|
| |
Säch, der Steff blest Flijelhiuren,
Und der Mächel de Trompett,
Und der Gerch mät samt dem Honnes
Blosen än de Klarinett.
|
|
Sieh, das Flügelhorn bläst Peter
Und der Michel die Trompet',
Und der Gerch mitsamt dem Hannes
Blasen in die Klarinett'.
|
| |
Und der Pitz di måcht den Zeaschlåch
Af em däcke Bombardon,
Und der Sim di healft derbä em
Af em griußen Helikon.
|
|
Und der Pitz besorgt den Zuschlag
Auf dem dicken Bombardon,
Und der Sim, der unterstützt ihn
Auf dem großen Helikon.
|
| |
Frihlich blose se är Stäcker,
Monter, friuh bäs mer wä spet,
Und de Jugend eaverdruëssen
Af dem Takt äm Dånz sich dreht.
|
|
Fröhlich blasen sie die Stücke,
Munter, froh bis noch so spät,
Und die Jugend unverdrossen
Auf den Takt im Tanz sich dreht.
|
| |
Säht, der Hans di nit det Maichen,
Und der Steppes nit det Trenj,
Und der Misch di dreht det Zirrchen,
Wer et nor fiur ängde senj.
|
|
Seht den Hans, er nimmt das Maichen,
Steppes nimmt sich die Katrein,
Und der Misch, der dreht das Zirrchen,
Wär sie doch für immer sein!
|
| |
Und wonn dro de Adjunvaten
Mäd sen, dea se ald en Zeach
Vun dem Wenj, di affem Däsch stiht
Än em griuße gräne Kreach.
|
|
Und wenn dann die Adjuvanten
Müd sind, tun sie einen Zug
Von dem Wein, der auf dem Tisch steht
In dem großen, grünen Krug.
|
| |
Awer glech draf giht et wejter:
't wor emol en reklich Med ...
Wedder drehn de Pirsch är Lefker,
Mer bäs dat der Kokesch kreht.
|
|
Aber gleich darauf geht's weiter:
't wor emol en reklich Med ...
Wieder dreht der Bursch sein Liebchen,
Bis im Dorf der Hahn schon kräht.
|
| |
Und sä lachen und se lastich,
Näckest hu sä't noch beroat –
Wonn de Adjuvante blosen,
Hei! Wat äs dåt fiur en Froad!
|
|
Und sie lachen und sind lustig,
Niemals haben sie's bereut –
Wenn die Adjuvanten blasen,
Hei, ist das doch eine Freud!
|
| |
Gedicht und Übertragung von Schuster Dutz (geb. 1885 in Mediasch, gest. ebd. 1968) |