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 Liechtenstein Kultur


Abschlusspräsentation des Sokratesprojektes "Rituale und Symbole"
Gestern wurde im Haus Gutenberg der Abschluss les Sokratesprojektes
"Rituale und Symbole als Türöffner für eine gemeinsame Europäische Zukunft"
präsentiert. Das Projekt, an dem die Länder Deutschland, Österreich, Ungarn, die
Slowakei, Liechtenstein und Italien beteiligt waren, begann vor zwei
Jahren.<
Gerolf
Hauser
In Anwesenheit von Guido Wolfinger (Schulamt), Roland Spiegel
(Religionspädagogisches Institut, RPI, Feldkirch), Hans Merz (Ev. Katechetisches
Institut St. Gallen), Emmanuel Brülisauer (Provinzial der Salettiner), Ewald
Vogt (Humor Care Liechtenstein), Alfons Bauser (Direktor des Hauses Gutenberg),
Wilfried Marxer Stiftung Erwachsenenbildung) und Nadine Batliner (Sokratesbüro
Liechtenstein) präsentierten der Koordinator des Projektes, Meinrad Fischer (RPI
Innsbruck) und Ulrich Bubenheimer PH-Heidelberg) Ziele und Ergebnisse des
Projekts.
Die Ziele
Durch das Zusammenwachsen der Regionen und Völker in
einer europäischen Union und die dadurch bedingte grössere Mobilität bildet sich
in zuvor abgeschlossenen Räumen eine Vielfalt von Symbol- und Ritualwelten.
Diese unterschiedlichen Welten können Unverständnis und Konflikte auslösen oder
verstärken. Ziel des Projektes ist es, Symbole und ihre Sprache in Mythen,
Märchen, Sagen und Legenden, in gesellschaftlichen und religiösen Ritualen, in
körpersprachlichen Haltungen sowie in der Werbung als zeiten- und
völkerübergreifende und verbindende Ausdrucksformen verstehen zu lernen. Das
Projekt möchte dazu beitragen, Symbole und Rituale bewusst wahrzunehmen, sich
mit ihnen auseinanderzusetzen und damit Offenheit bewirken in der Begegnung und
im Verstehen der anderen Menschen in verschiedenen Kulturen.
Die Ergebnisse
Aus der Zusammenarbeit entstand als Projektergebnis
das Curriculum "Symbol- und Ritualverständnis" mit 5 Modulen, die als Bausteine
zu einem besseren Verständnis für Symbole und Rituale zu verstehen sind. In
Modul 1 ging es um einen theoretischen Zugang; Modul 2 zeigte auf, dass die
Sprache viele Symbole enthält, die den Umgang mit dem anderen entscheidend
beeinflussen. Modeul 3 behandelt die Alltagsrituale, Modul 4 die Symbolwelten in
Mythen, Märchen und Heiligen Schriften und Modul 5 verweist auf Rituale und
Symbole als Lebensbegleitung. Aus dem grossen europaweiten Interesse an diesem
Projekt zeichnet sich ab, dass weitere Projekte daraus erwachsen werden.
Liechtensteiner Volksblatt, 11.11.2000
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