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SchweizLandschaft, Natur
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Landschaften der Schweiz


Die Schweiz, eigentlich amtlich deutsche Schweizerische Eidgenossenschaft, ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa. Sie grenzt im Norden an die Bundesrepublik Deutschland (Grenzlänge: 346 km), im Osten an Österreich (Gl.: 165 km) und Liechtenstein (Gl.: 41 km), im Süden an Italien (Gl.: 734 km) und im Westen an Frankreich (Gl.: 572 km). Die zur Bodenfläche relativ lange Gesamtgrenzlänge von 1.885 km weist auf den stark bewegten Grenzverlauf zu diesen fünf Nachbarländern hin. Ihre West-Ost-Erstreckung liegt bei etwa 350 km und die Nord-Süd-Erstreckung bei ungefähr 220 km. Die Schweiz ist im wesentlichen ein Gebirgsland, das einen Teil der zentralen Alpen und den nördlichen Voralpen umfasst.
Sie ist ein Kleinstaat mit einer Bodenfläche von 41.293 km2. Das heißt, sie ist etwa so groß wie die Niederlande (41.160 km2), größer als Belgien (30.514 km2), aber ein wenig kleiner als Dänemark (43.069 km2). Die Fläche der Schweiz entspricht somit annähernd einem Achtel der Fläche der Bundesrepublik Deutschland (356.954 km2).

Geläufig ist die Dreiteilung der Schweiz in die von Südwesten nach Nordosten verlaufenden Landschaftseinheiten: Jura (10% der Gesamtfläche), Mittelland (30%) und Alpen (60%). Dieses sind drei recht ungleiche Großlandschaften. Die südöstliche Hälfte des Landes besteht aus den Alpen, während der nordwestliche Grenzraum vom Jura gebildet wird. Das von beiden Gebirgen umgrenzte tiefer liegende Mittelland reicht vom Genfer See im Südwesten bis zum Bodensee im Nordosten, hinter dem das Deutsche Alpenvorland beginnt. 77% der Schweiz sind dicht besiedeltes Kulturland, 23% unproduktives Land im Gebirge, das jedoch einen wichtigen Erholungsraum für Touristen bildet.
Der Schweizer Jura erstreckt sich in einer Länge von etwa 200 km vom Genfer See, dabei stetig an Höhe verlierend, bis zum Rhein im Norden. Charakteristisch für den Bau dieses Faltengebirges sind die vielen parallel verlaufenden Bergketten. Höchste Gipfel im Zuge des Jura sind die Dõle (1677 m), Mont Tendre (1679 m), der Chasseron (1605 m) und der Chasseral (1607 m), die alle im Südwesten des Juras liegen. Der Hohe Randen im Norden des Jura, bei Schaffhausen, weist dagegen nur noch eine Höhe von 912 m auf.
Das Schweizer Mittelland (um 400 bis 800 m über dem Meeresspiegel), steigt vom Jurafuß in Richtung Alpen an. Während der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit, vor etwa 14.000 Jahren war das Mittelland mit Gletschern überdeckt. Diese Eisbewegung über dem Mittelland ist für die jetzige Geländeform verantwortlich. Die Bergspitzen und Bergrücken des Mittellandes wurden durch dir Gletschervorstöße überformt und geglättet. Altes Gestein aus früheren Zeiten (Tertiär: vor etwa 50 Millionen Jahren) verbirgt sich heute unter Weiden, Wäldern und Seen. Talböden, Berghänge und die unteren Enden der Seen sind durch Bodenwellen gekennzeichnet.
Die topographischen und klimatischen Vorzüge des Mittellandes gegenüber den Gebirgen im Süden und Nordwesten machen es zum wirtschaftlich wertvollsten Gebiet der Schweiz. Hier besteht die dichteste Besiedlung. Über drei Viertel der Schweizer Bevölkerung leben heute in diesem Raum. Fast alle großen Städte des Landes liegen im Mittelland. Aber auch die Landwirtschaft fand in diesem Landesteil stärkste Verbreitung und Entfaltung.
Die Alpen nehmen wie erwähnt 60% des Schweizer Staatsgebiets ein, wobei die Schweiz allerdings nur ein Siebentel der Alpen-Gesamtfläche einnimmt. Die Längstäler der Rhõne und des Vorderrheins sowie die Quertäler der Reuss und des Ticino gliedern das Gebirge in eine nordöstliche Kettengruppe (Alpstein - Toggenburg, Glarner, Schwyzer und östliche Urner Alpen), in die Nordwestalpen (westliche Urner, Unterwaldner, Berner, Freiburger, Waadtländer Alpen) und die Südalpen (Walliser, Tessinger, Bündner Alpen). Die mittleren Höhen der Schweizer Alpen liegen bei rund 1.700 m ü.d.M.. Etwa 100 Gipfel reichen an die 4.000 m Grenze heran oder überschreiten sie. Die Dufour-Spitze im Monte-Rosa-Massiv (Kanton Wallis) ist mit 4.634 m ü.d.M. der höchste Berg in der Schweiz. Das Matterhorn bei Zermatt mit 4.478 m ü.d.M. ist der bekannteste Gipfel des Landes (Erstbesteigung 1865).
Die Alpen sind ein relativ junges Faltengebirge, sie entstanden vor etwa 300 Millionen Jahren im Erdaltertum, dem Paläozoikum. Bei einer vorherigen Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 500 km, schoben sich Erdplatten und Gesteinsschichten auf ein Gebirge von 150 km Breite zusammen und übereinander. Eine ständige Abtragung der Gipfel lässt die Bergriesen in ihren Höhen variieren. Die Alpen bestehen hauptsächlich aus Granit, Gneis, Schiefer, Kalk, Sandstein und Tonschiefer. Die meisten Gipfel des Hochgebirges sehen wie mächtige Pyramiden aus und haben scharf ausgeprägte Kanten. Diese Formen spiegeln sich in den Namen der Berge wieder (Horn, Stock, etc.). Neben den Niederschlägen arbeitet auch der tägliche Temperaturwechsel an der Ausprägung der scharfen Formen.
Das Faltengebirge zeigt hinzu einen reichen Formenschatz von Tälern, Gebirgsketten, -pässen, Wildbächen, die Gestein und Geröll in die Täler mit sich schleppen, Seen und Gletschern. Die zahlreichen Bergpässe der Schweizer Alpen bilden von jeher günstige Übergänge über das Gebirge. Die Alpenpässe sind zum Teil historischen Ursprungs und reichen bis in die Römerzeit zurück. Im Winter bleiben jedoch viele Bergpässe geschlossen.
Einen weiteren charakteristischen Teil der Alpen bilden die Gletscher. Vom ursprünglichen Eismeer, das vor Jahrtausenden das schweizerische Mittelland vollständig bedeckt und ebenso zahlreiche Alpentäler bis an die Bergketten ausgefüllt hatte, sind heute noch 120 Gletscher übriggeblieben. 1991 wurde bei über 90% der übriggebliebenen Gletschern ein Schwund und bei nur 8% ein Anwachsen festgestellt. Die Gesamtfläche aller schweizer Gletscher beträgt 1.356 km2. Im 19. Jh. betrug die vergletscherte Fläche noch über 2.000 km2, sie hat also um ein Drittel abgenommen. Die drei größten geschlossenen Eisfelder befinden sich im Wallis: Großer Aletschgletscher (117 km2; 23 km lang = längster Gletscher Europas), Gornergletscher ob Zer-matt (63 km2; 14 km lang) und Fiescher Gletscher (39 km2; 14 km lang).
In Höhen von 3.000 und mehr Metern bleibt der Schnee zum großen Teil als Dauerschnee liegen, weil die niedrige Temperatur der Luft nur wenig einem Schmelzvorgang beihilft. Die unteren Grenzen des ewigen Schnees (Schneegrenze) liegt zwischen 3.200 und 2.500 m. Besonders charakteristisch für die Schweiz sind die sogenannten "Talgletscher", die sich über mehrere Talstufen erstrecken und teilweise nahe an die 1.000 m-Grenze heranreichen. Weitaus zahlreicher als die Talgletscher sind jedoch die "Hanggletscher" oder "Kargletscher", die an den Gebirgskämmen der Hochalpen kleben. An heißen Sommertagen kann es dann dazu kommen, dass sich Teile der überhängenden Gletscherstirn von der Masse abtrennen und als Eislawinen zur Tiefe donnern.
Die ungleichmäßige Bewegung der Gletscher verursacht Gletscherspalten, die sich immer wieder nach der Zerrung und dem Druck der Eismassen öffnen und schließen. Aber nicht nur Gletscher transportieren Eis, Schutt und Geröll in die Tiefe; auch die Lawinen bringen den Hochgebirgsschnee zu Tal. Unzählige Stellen sind in den Hochalpentälern durch Lawinen gefährdet. Die gegen sie errichteten Schutzbauten (Mauern, Pfähle, Schutzwälder) trifft man besonders im Oberwallis, im Bedrettotal, an der Gotthardbahn und an der Albulabahn bei Bergün.

Fast alle großen Alpentäler haben ihre Seen. Der Seeboden geht oft bis dicht auf das Meeresniveau hinunter. Kleinere Seen findet man auch in oberen Talbecken. Die Entstehung der Seen erklärt man entweder aus der Gletscherbewegung im Tertiär oder aus dem Rücksinken des schon tief durchtalten Gebirgskörpers.
Die Schweiz zählt 1.484 natürliche Seen. Bei den beiden größten, dem Genfer See und dem Bodensee, werden die Ufer allerdings beim Genfer See mit Frankreich und beim Bodensee mit Deutschland und Österreich geteilt. (Genfer See: 581 km2/ 347 km2 Schweizer Anteil, größte Tiefe = 310 m; Bodensee: 541 km2/ 173 km2 Schweizer Anteil, größte Tiefe = 252 m). Zwei weitere große Seen in der Schweiz sind der Vierwaldstätter See (113 km2, größte Tiefe = 214 m) und der Zürichsee (90 km2, größte Tiefe = 143 m). Beide liegen im Nordosten des Mittel-landes zwischen Bern und Zürich.
Hinzu kommen 44 von Menschenhand geschaffene Stauseen der Elektrizitätswirtschaft, die an vielen Orten die Landschaft ergänzen. Der Sihlsee im Kanton Schwyz ist mit 11 km2 der größte, während die Grande-Dixence-Talsperre im Kanton Wallis mit 285 m die höchste Staumauer der Erde aufweist.
Zu den Seen ergänzen sich natürlich die Flüsse. Die Quellen der schweizerischen Hauptflüsse Rhein, Rhõne, Aare, Reuss und Tessin befinden sich im Gotthardgebiet (Alpen). Rund zwei Drittel der Landesfläche werden über den Rhein und seinem Nebenfluss Aare zur Nordsee entwässert, ein knappes Drittel über die Rhõne und ihren Nebenfluss Doubs, die Ponebenflüsse Tessin und Adda sowie die Etsch zum Mittelmeer und knapp 5% über den Inn zum Schwarzen Meer.

Die Pflanzenwelt der Schweiz ist sehr reichhaltig. Zwischen den subtropischen warmen Gegenden am Luganer See (Kanton Tessin/ Alpen) bis zu den Schneeregionen des Hochgebirges kommen alle Vegetationsformen Europas vor. Von besonderem Artenreichtum und einzigartiger Farbenpracht ist die Alpenflora. Die Pflanzen müssen unter denkbar schwierigen Klimaverhältnissen gedeihen. Während die intensive Sonnenbestrahlung sie bei Tag bis zu 40° C erwärmt, lässt sie die Gesteinsabkühlung der Nacht eishart gefrieren. Zu den typischen Arten zählen vor allem: Alpenrose, Enzian, Alpenveilchen, Primel, Türkenbund, Edelweiß und Alpenmohn.
Von über 3.000 blüten- und farnartigen Pflanzen in der Schweiz sind 160 gesetzlich voll oder teilweise geschützt. Die Vollziehungsvorschriften zum Schutze der Flora sind den Kantonen überlassen, da die Pflanzenwelt regional verschieden ist.
Die Tierwelt unterscheidet sich kaum von der in anderen mitteleuropäischen Ländern. Der Wildbestand wird 1991 mit etwa 110.000 Rehen, 70.000 Gemsen, 20.000 Hirschen, 9.000 Stück Steinwild und 100 neu angesiedelten asiatischen Sikahirschen angegeben. Jedes Jahr werden Fasane, Hasen und Rebhühner ausgesetzt. Murmeltiere (Murmele) leben überall in den Alpen. Das Jagd- und Fischereiwesen ist kantonal unterschiedlich geregelt. Über die Hälfte der Kantone bevorzugt die Patenjagt (etwa 20.000 Jagdberechtigte), die übrigen die Revierjagd (Verpachtung von Revieren an Jagdgesellschaften).
Folgende Tierarten stehen unter bundesgesetzlichem Schutz: Igel, Biber, Braunbär, Fischotter, Wildkatze, Nordluchs, Alpensteinbock und adlerartige Vögel. Im Kanton Graubünden befindet sich der Schweizer Nationalpark. Dieses Tier- und Pflanzenschutzgebiet weist eine Fläche von 159 km2 vor.
Die Höhengrenzen der Vegetation und der Tierwelt sind abhängig von den regionalen Klimaverhältnissen. Im allgemeinen gilt jedoch, dass Laubwälder die Höhe von 1.500 m nicht übersteigen. Zwischen 1.300 und 1.800 m wachsen die Nadelbäume und bis 900 m kann man Obstbäume finden. Der vereinzelt auftretende Weinanbau ist bis zu einer Höhe von 550 m möglich. In wärmebegünstigten Gebieten ist der Getreideanbau von Roggen und Kartoffeln bis zur Höhe von 1.800 m möglich. Ab der Schneefallgrenze bei etwa 3.000 m wachsen nur noch auf besonnten Felsen Gebirgsflechten.

Infolge ihrer Schönheit zählt die Schweizer Natur zu den begehrtesten Tourismusgebieten Europas und zählt somit auch zu den Wirtschaftsfaktoren der Schweiz.

Mit einem Gebietsanteil von knapp drei Fünfteln der Landesfläche kann die Schweiz nach Österreich, das zu zwei Dritteln im Alpenraum liegt, als "zweiter Alpenstaat" bezeichnet werden.

Oliver Menges



N A T U R   &   U M W E L T

Wiederansiedlung von Luchsen
Als letzter Kanton hat St. Gallen der Wiederansiedlung von 20 Luchsen zugestimmt.Der Wiederansiedlung von Luchsen in der Ostschweiz steht nichts mehr im Weg. Als letzter Kanton hat St. Gallen der Wiederansiedlung von 20 Tieren zugestimmt. Für das Buwal bedeutet der Entscheid ein Zeichen für ganz Europa. Der WWF Schweiz zeigte sich erfreut. Nach der Zustimmung des St. Galler Grossen Rates sollen noch in diesem Winter die ersten vier bis sechs Luchse im St. Galler Toggenburg und am Zürcher Tössstock angesiedelt werden.



glacier.html
Schweizer Alpen


Berg-und-Tal-Fahrt: Glacier-Express St.Moritz/Davos – Chur – Andermatt – Brig – Zermatt

Glacier-Express St.Moritz/Davos - Chur - Andermatt - Brig - ZermattSpötter nennen ihn den „langsamsten Schnellzug der Welt“, Eisenbahnfreaks ist er einer der liebsten: Die 291 Kilometer lange Strecke von St. Moritz nach Zermatt hat einiges zu bieten: 291 Brücken/Viaduke, 91 Tunnel und einige Rekorde: Der Furka-Basistunnel ist mit 15,4 Kilometern der längste Schmalspurtunnel der Welt, der Albula-Scheiteltunnel 1820 Meter über dem Meer der höchste Alpendurchstich, und die Albulalinie die steilste Eisenbahnstrecke Europas ohne Zahnradantrieb.

Attraktion war der „Glacier-Express“ bereits in den dreißiger Jahren, heute ist er es immer noch:
In der Hauptsaison legen drei Züge täglich die Strecke zurück.

Eine Berg-und-Talfahrt, auf der es sich lohnt, ein paar Zwischenstopps einzulegen. Im Winter in Preda: Da ist der Albulapass gesperrt und auf der Auto-Straße kann man Bergan rodeln, Schlitten gibt’s am Bahnhof Preda. In Preda beginnt auch ein acht Kilometer langer „bahnhistorischer Lehrpfad“ – für Eisenbahner ein „muss“ -, und von Thusis lohnt ein Abstecher zur Via Mala. Ab Reichenau-Tamins fährt der „Glacier“ rheinaufwärts bis zur Rheinschlucht: Ende der letzten Eiszeit gab es dort den vermutlich größten Bergsturz der Alpen. In Disentis wirft man einen Blick auf oder in das prachtvolle Barockkloster, überquert dann die Eberalp-Paßhöhe und fährt hinunter ins Goms, das obere Rhone-Tal, wo angeblich das Raclette erfunden worden ist. Via Saas-Fee geht’s weiter zum „Berg der Berge“, dem Matterhorn, zur Endstation Zermatt. Sieben Stunden und 48 Minuten dauert die Fahrt von den Eisriesen des Bernina zu jenen des Wallis.

Texte sind entnommen: Tag für Tag 1991/1992. Taschenkalender Deutsch als Fremdpsrache / Martin Müller, Theo Scherling, Sabine Wenkums, Lukas Wertenschlag. – Berlin-München-Wien- Zürich-New York: Langenscheidt, 1991. – S.40-41, 128-129.









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Basel

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letzte Änderung 06.05.2004