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 Schweiz Wirtschaft

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Wirtschaft
Währung: 1 USD = 1,51 sfr; 1 Eur = 1,6 sfr
Landwirtschaft: 4%
Industrie: 34%
Dienstleistungen: 62%
Arbeitslosigkeit: 3,9%
Die Zahl der Arbeitslosen fiel im Jahresdurchschnitt 1998 auf 139.660 (1997: 188.304). Das entspricht einer Arbeitslosenquote 3,9 (5,2)%.
Der monatliche Durchschnittsverdienst lag 1996 nominal bei 4.988 sfr/Monat (Männer 5.365 sfr; Frauen 4.151 sfr).
Die Schweiz gehört zu den Ländern mit dem höchsten materiellen Wohlstand. Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP - In einem Jahr erwirtschafteten Leistungen in Geld) von 33018 $ pro Erwachsener liegt die Schweiz an der Spitze sämtlicher Industrieländer (Vergleich zu Deutschland: BIP pro Erwachsener 24172 $). Auch hinsichtlich des internationalen Wettbewerbs wird die Schweiz neben Japan, USA und Deutschland an führender Stelle genannt.
Dienstleistungen, Industrie und Gewerbe sind heute die wichtigsten und einträglichsten Wirtschaftsbereiche. 61,2 % der Beschäftigten sind im Dienstleistungssektor, etwa bei einem der insgesamt 630 Bankinstituten oder der 115 privaten Versicherungsgesellschaften oder im Tourismus tätig. Der wichtigste Industriezweig ist die Maschinen- und Metallindustrie. Auf sie entfallen durchschnittlich 26,5 % aller Exporte. Danach folgen Elektroindustrie, chemische-, Nahrungsmittel- und Textilindustrie. Die Uhrenindustrie war einst der führende wirtschaftliche Zweig der Schweiz. Doch er erlebte in den siebziger Jahren einen enormen Rückschlag. 57.000 Arbeitnehmer verloren bis 1991 ihre Arbeitsstelle und von den einst 1620 Betrieben existieren heute nur noch 570. Erst die Markenuhr "Swatch" ließ den Industriezweig wieder aufblühen, doch bringt dies nicht unbedingt neue Arbeitsstellen. Waren früher sechs bis sieben spezialisierte Handwerker für die Herstellung einer Uhr nötig, so braucht man heute nur einen Mann für die Bedienung der vollautomatischen Maschine.
Industrie und Gewerbe, ganz besonders das Baugewerbe, beschäftigen heute 33,2 % aller Arbeitnehmer, jeder zweite davon ist ein Ausländer. Dabei machen die Büroberufe in Verwaltung, Werbung und Verkauf (obwohl wir denken das man diese Berufe auch zu den Dienstleistungen zählen könnte) ca. 11 % aus. Die Löhne in der Schweiz sind im Vergleich zu den der Nachbarländer hoch (natürlich erst recht nicht mit den in der Dritten Welt vergleichbar). Deshalb verlegen viele große Unternehmen, wie zum Beispiel die Swiss Air, einen Teil ihrer Verwaltung ins Ausland.
Der landwirtschaftliche Bereich hat sich in der Schweiz seit Beginn des Jahrhunderts stark verändert. Um 1900 war noch jeder Dritte in der Landwirtschaft tätig. Heute ist es nur noch jeder 18 (5,6 % der Beschäftigten), und nur 10.000 der insgesamt 94.000 landwirtschaftlichen Betriebe erzielten 1994 einen Gewinn, der dem Durchschnittslohn entspricht.
Auch in der Schweiz wird die Landwirtschaft, ebenso wie in anderen großen Industrieländer, stark subventioniert (Zahlungen aus öffentlichen Mitteln an bestimmte Wirtschaftszweige oder bestimmte Betriebe ohne Gegenleistungen). Ungefähr 7 Milliarden Schweizer Franken kostet die Landwirtschaft dem Steuerzahler jährlich. Mit den Agrarsubventionen liegt die Schweiz an der Spitze der westlichen Industrieländer. Die Bauern beziehen 77 % ihres Einkommen aus den Subventionen (Vergleich: die Bauern aus der EU nur ca. 48 %). Hauptanbauprodukte sind Weizen mit 580.000 Tonnen, Gerste mit 301.000 Tonnen, Mais mit 195.000 Tonnen, Zuckerrüben mit 950.000 Tonnen und Kartoffeln mit 700.000 Tonnen. Die Hauptanbaugebiete liegen im Jura, im Rhône, Tessin und im Rheingebiet. In den klimatisch günstigen Gebieten des Mittellandes wird auch Gemüse, Tabak und Wein angebaut. Die Alpenregionen werden im wesentlichen durch die Tierhaltung (Großtierhaltung, Milchproduktion, etc.) benutzt. Gehalten wurden 1990 ca. 1,9 Millionen Rinder, davon 806.000 Milchkühe, 1,9 Millionen Schweine und 371.000 Schafe. Wegen der Gebirgslandschaft nimmt die landwirtschaftliche Nutzfläche nur 39,8 % der Gesamtfläche ein, das sind ungefähr 1,07 Millionen ha (die Gesamtfläche beträgt 2.595.360,8 ha). 313.000 ha davon sind Ackerland, 13.250 ha Rebland, 7.270 ha sind für den Anbau von Obst 738.500 ha sind Weideland.
Aber den wohl höchsten Stellenwert in der Schweizer Wirtschaft nehmen die Banken und Versicherungen ein (wer träumt nicht von einem Schweizer Nummernkonto). Zürich ist in diesem Bereich der wohl wichtigste Umschlagsplatz der Welt. Die Schweizer sind versessen auf Sicherheit und lassen sich dies an die 17 % ihres Monatsgehaltes kosten: Krankenkasse, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Hausratsversicherung, Autoversicherung, Lebensversicherung. Dabei sind die gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen, die direkt vom Lohn abgezogen werden, wie Altersvorsorge und Arbeitslosenversicherung sowie die Pensionskasse (eine Ergänzung zur Altersvorsorge) noch gar nicht mitgerechnet. Wohl gerade deswegen befinden sich die Versicherungen bei bester Gesundheit. In den letzten hundert Jahren hat keine von den heute 115 privaten Versicherungen Konkurs angemeldet. Die Schweiz hat eine der ältesten Banktraditionen der Welt und galt schon im 16. Jahrhundert als Finanzplatz. Damals unterstützten Schweizer Banker England und Frankreich mit Krediten. Heute gehört der Finanzplatz Schweiz zu den bedeutensten der Welt (neben New York und Tokio). Auch während der Rezession Anfang der 90 Jahre florierte das Schweizer Bankgeschäft, wo es in jedem anderen Bereich Verluste zu verzeichnen gab. 1993 sind zum Beispiel die Gewinne aus der Bankbranche um ein Drittel auf einen Rekordstand gestiegen. Die 631 Banken des Landes verwalten an die 1.600 Milliarden Franken, und die Bilanzsumme von 1222 Milliarden Schweizer Franken übersteigt die der Eidgenossenschaft um ein Mehrfaches. Der Goldberg der Nationalbank hat einen Wert von 11,9 Milliarden Schweizer Franken und ist nach dem amerikanischen und dem deutschem der dritt höchste der Welt. Doch was macht den Finanzplatz der Schweiz so attraktiv? Das Bankgeheimnis mag sicher einer der Gründe sein. 1934 wurde das Bankgeheimnis gesetzlich verankert. Es verlangt von den Bankiers die Vermögensverhältnisse der Kunden nicht an Dritte weiterzugeben. Es sollte ursprünglich dazu dienen, jüdisches Vermögen vor dem Zugriff der Nazis schützen, da während der Naziherrschaft viele Juden ihr beträchtliches Vermögen in schweizer Banktresoren gelagert haben. Dieses Bankgeheimnis macht den Finanzplatz Schweiz ganz besonders attraktiv für Gelder zweifelhafter Herkunft. Das organisierte Verbrechen hat schon vor langer Zeit ein Auge auf die diskreten schweizer Banken geworfen. Erst Ende der achtziger Jahre wurde bekannt, dass große Summen von Geld aus Drogen- und illegalen Waffenhandel in den Banken der Eidgenossenschaft reingewaschen wurden. Auf Druck der amerikanischen Regierung wurde am 1. August 1990 das Bundesgesetz über "Geldwäscherei" inkraft gesetzt. Bei Verdacht auf Geldwäscherei haben die Banken jetzt die Pflicht, die Bundesstrafverfolgungsbehörde zu informieren. Doch ist es in der Praxis kaum möglich, den Überblick über das ganze Geld zu behalten, was täglich durch die Schweiz fließt. Ansonsten gilt aber weiterhin das Bankgeheimnis für die Kunden der schweizer Banken.
Industrie
Von den (1991) 1,23 Millionen Beschäftigten des industriellen Gewerbes arbeiteten 70,9 % im verarbeitenden Gewerbe (also Elektroindustrie, Metallindustrie, etc.), 27,1 % im Baugewerbe und 2,0 % in den Bereichen Bergbau, Energie- und Wasserwirtschaft. Die wichtigsten Industriezweige der Schweiz sind Maschinen- und Fahrzeugbau mit 19,5 %, die Elektro- und Elektronik- sowie die feinmechanische und optische Industrie mit 16,3 %, die Metallindustrie mit 13,0 %, die Nahrungsmittelindustrie mit 8,6 %, das Papier und Druckgewerbe mit 8,6 % und die Bekleidungsindustrie mit 7,0 %. Die Uhrenindustrie hatte in den siebziger Jahren einen starken Rückschlag erlitten. Seit die Uhren in Billiglohnländer wie zum Beispiel Thailand und China produziert werden, konnte die Schweiz (eigentlich aus Tradition ein "Uhrenland") immer weniger Uhren auf dem Weltmarkt absetzen. Doch durch die Umstellung von Quarztechnologie auf Digitaltechnologie können heute wieder gute Verkaufszahlen erreicht werden. Der bekannteste Uhrenhersteller der Schweiz ist wohl "Swatch".
Industrielle Ballungsgebiete gibt es in der Schweiz nicht, die Fabriken sind über das ganze Land verstreut.
Die schweizer Industrie arbeitet eigentlich unter schlechten Bedingungen. Die relativ schweren Transportbedingungen erhöhen die Kosten ebenso wie die extrem hohen Löhne. Auch der Mangel an Rohstoffen verteuert die Produktion. Die Schweiz kann sich auf dem Weltmarkt also nicht durch niedrige Preise behaupten, sondern durch Qualität.
Rang 1991 |
Rang 1992 |
Firma |
Sitz |
Umsatz
92
(Mio sfr) |
Anstieg
91
(%) |
| 1 |
1 |
Nestlé-Konzern |
Vevey |
54.500 |
8,0 |
| 2 |
4 |
Metro International |
Zug |
53.000 |
0 |
| 3 |
2 |
Marc Rich Gruppe |
Zug |
45.000 |
0 |
| 4 |
3 |
Asea Brown Boveri |
Zürich |
41.165 |
0,4 |
| 5 |
5 |
Ciba-Geigy |
Basel |
22.204 |
5,3 |
| 6 |
6 |
Migros Gruppe |
Zürich |
15.124 |
2,4 |
| 7 |
8 |
Sandoz |
Basel |
14.416 |
8 |
| 8 |
11 |
Roche-Gruppe |
Basel |
12.953 |
13,1 |
| 9 |
10 |
PTT |
Bern |
12.728 |
10,1 |
| 10 |
12 |
Maus Fréres Konzern |
Genf |
11.000 |
0 |
Das umsatzstärkste Unternehmen der Schweiz ist der Lebensmittelhersteller Nestlé. Er hat seinen Sitz in Vevey und machte 1992 einen Umsatz von 54,5 Millionen Schweizer Franken, eine Gewinnsteigerung von 8 % im Vergleich zum Vorjahr.
Rohstoffe und Ressourcen
Die Schweiz wurde bei der Verteilung der Bodenschätze kaum berücksichtigt. Die Goldwäscher haben längst aufgegeben und ihre Arbeitsplätze verlassen, und auch Torf in den Torfmooren in Jura wird kaum noch abgebaut und seit Jahren kostet der Unterhalt der Wälder mehr als die Einnahmen für das Holz bringen. Auch der Abbau von Erz wurde 1967 eingestellt. Lediglich der Kochsalzbedarf wird aus den Salinen (durch Eindunstung von Meerwasser gewinnt man in wärmeren Ländern das Meer-, See- oder Baysalz) am Rhein gewonnen. Außerdem kann im Jura, im Rhône- und im Alpenrheintal noch Kalk für die Zementherstellung abgebaut werden und im Val de Travers kann Asphalt gewonnen werden.
Doch der wohl wichtigste "Rohstoff" für die Schweiz ist der Schnee. Im November fällt alljährlich der Schnee und lockt viele Wintersportler in die Skigebiete.
Handel
Die wichtigsten Handelsländer für die Schweiz sind die EG-Länder, auf die 1990 ein Einfuhrwert von 70,2 % aller Importierten Waren und ein Ausfuhrwert von 58,9 % fielen. Der wichtigste Handelspartner der Schweiz ist die Bundesrepublik Deutschland (28 % der Einfuhr und 16 % der Ausfuhr), noch vor Frankreich, Italien, USA und Österreich.
Die Schweiz ist ausgesprochen arm an Bodenschätzen und lebt deswegen vom Import und vom Export und erzielt damit kräftige Gewinne. Nur während der Wirtschaftskrise Anfang der neunziger Jahre erlitt die Schweiz schwere Verluste. So stand zum Beispiel 1990 ein Ausfuhrwert von 65 Milliarden US$ einem Einfuhrwert von 70,6 Milliarden US$ gegenüber. Doch konnte die Schweiz in den letzten beiden Jahren wieder ein Plus verzeichnen, welches sich nach Wirtschaftsexperten noch weiter steigern soll.
Für die Schweiz ist der Außenhandel lebenswichtig. Das Land muss ca. vier Fünftel der benötigten Energie (Erdöl, Erdgas) sowie die Hälfte der Nahrungsmittel einführen.
Hauptexportprodukte sind Maschinenerzeugnisse (28,7 % des gesamten Exportwertes), chemische und pharmazeutische Erzeugnisse (21,7 % des gesamten Exportwertes), Apparate und Uhren (20,9 % des gesamten Exportwertes), Textilien und Bekleidung (5,3 % des gesamten Exportwertes) sowie Nahrungsmittel (3,6 % des gesamten Exportwertes). In der Gruppe der Welthandelsländer nimmt die Schweiz den 13. Rang ein, was für ein kleines Land wie die Schweiz ganz beträchtlich ist.
Verkehrsnetz
Die Schweiz verfügt über eines der Besten Verkehrsnetze der Welt. Das dichte Straßennetz hat eine Gesamtlänge von rund 71.099 km. Davon sind rund 2,1 % Autobahnen ( 1.916 km) , 25,9 % Hauptstraßen und die Restlichen 72 % sind andere Straßen (Nebenstraßen, Verbindungswege, etc.) Bis 1996 sollte das, meist vierspurige, Autobahnnetz fertiggestellt worden sein. Die Autobahnen sind in der Schweiz ab dem 1. Januar 1988 gebührenpflichtig. Dies wurde aufgrund eines Volksentscheides festgelegt. 30 sfr müssen für Kraftfahrzeuge bis zu 3,5 t pro Kalenderjahr gezahlt werden, und zwar von ausländischen sowie von schweizer Bürgern. Zu den Hauptverkehrsverbindungen gehören die West-Ost-Verbindung über Genf-Bern-Zürich-Winterthur-St.Gallen-Sankt Margrethen und die Nord-Süd-Verbindung Basel-Luzern-Sankt Gotthard-Chiasso. Die gut ausgebauten Straßen sind zum Teil dem Fremdenverkehr zu verdanken. Die Alpen werden von zahlreichen Pässen überquert, die teilweise hauptsächlich von Touristen benutzt werden.
Neben dem gut ausgebautem Verkehrsnetz gibt es auch ein vollständig elektrifiziertes Eisenbahnnetz mit einer Gesamtlänge von 5.037 (stand 1989). Knapp ein Drittel davon (2998) werden von der staatlich finanzierten Bundesbahn betrieben. Die restlichen 2.039 km werden von rund 120 privaten Unternehmen betrieben und instandgehalten. Auch die 14 Zahnrad- und die 51 Seilbahnen sind in privaten Händen. 1882 wurde der erste Eisenbahntunnel in der Schweiz eröffnet, der Gotthardtunnel. 1906 folgte der Simplontunnel, 1913 der Lötschbergtunnel und 1982 wurde als letzter großer Tunnel der Furkabasistunnel eingeweiht. Mit 19,8 km ist der Simplontunnel der längste in der gesamten Schweiz (Gesamtlänge aller 12 Eisenbahntunnel: 132 km).
Durch die zentrale Lage der Schweiz nimmt die Bedeutung des Verkehrsnetz ständig zu. Dabei kommt es oft zu Konflikten. Auf der einen Seite steht der Umweltschutz, auf der anderen Seite die Wirtschaft. Seit Jahren versucht die Regierung der Schweiz einen geeigneten Mittelweg zu finden um mit diesen beiden Widersprüchen umgehen zu können. Auf einigen Straßen gilt zum Beispiel ein Fahrverbot für LKW über 28t sowie ein Sonnabend- und Sonntagsfahrverbot für LKW's. Auch durch die Autobahngebühr versucht die Schweiz, den Lastkraftverkehr auf die Schienen umzuleiten. Zwar war die Autobahngebühr nur bis 1994 begrenzt, doch wurde sie bis auf das Jahr 2010 verlängert.
Auch der Verkehr auf dem Wasser ist für die Schweiz wichtig. Dabei steht die Rheinschifffahrt an erster Stelle. Im Basler Rheinschiffhafen wird der größte Teil des Importgutes umgeschlagen (Umschlagsvolumen 1989: 8,8 Millionen Tonnen). Die Rheinschifffahrt verfügt über 287 Schiffe, davon ungefähr 16 Personenschiffe. Dazu kommen noch 164 Personenschiffe auf den größeren Seen wie zum Beispiel der Bodensee, der Genfer See und der Neuenburgensee.
Für den Luftverkehr stehen drei internationale Flughäfen zur Verfügung: Zürich-Kloten, Genf-Cointrin und Basel/Mulhouse (Basel/Mulhouse steht auf französischem Territorium), wobei der Flughafen in Zürich mit 12 Millionen Passagieren mit Abstand der größte ist. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von nationale Flughäfen. Die nationale Fluggesellschaft ist die "Swissair". Die Swissair ist noch mit 50 % an folgenden Fluggesellschaften beteiligt: Crossair, Balair und CTA.
Energie
Der Energiesektor der Schweiz ist fast völlig von Importen abhängig, da es fast keine Bodenschätze gibt. Eine Ausnahme ist die Stromversorgung. Rund 62 % der elektrischen Energie werden in den 450 Wasserkraftwerken gewonnen, etwa 39 % in den 5 Energiekraftwerken des Landes und nur etwa 2 % in den ölbetriebenen Kraftwerken. Als alternative Energiequellen sind eine ganze Reihe von Solaranlagen, Windgeneratoren und Biogasanlagen vorhanden. Im Frühjahr 1988 wurde bei einer Volksabstimmung die Begrenzung der Kernenergie beschlossen. Rund ein Drittel der gewonnen Energie steht zum Export zur Verfügung.
Kohle, Erdgas und Erdöl müssen importiert werden. Ein Großteil dieser Güter kommt aus Deutschland über den Rhein nach Basel. Im Jahre 1974 wurde eine Erdgasleitung in Betrieb genommen die von Italien bis hoch in die Niederlande führt und mit 164 km die Schweiz durchquert.
Die Gesamtenergie in der Schweiz betrug 1990 54.074 Gwh. Davon leisteten die 450 Wasserwerke 11.510 MW. Die fünf Kernkraftwerke wurden 1961 in Betrieb genommen und führen mit 2.950 MW pro Kraftwerk tatkräftig zur Deckung des Energiebedarfs bei.
Kommunikation
Die Schweiz verfügt über ein sehr gut ausgebautes Telekommunikationsnetz und steht damit nach den USA und Schweden an dritter Stelle bezüglich seiner Telefonanschlüsse im Land. Auf 7 Millionen Einwohner kommen rund 4 Millionen Anschlüsse. Mit 11 Apparaten auf ca. 1.000 Einwohner nimmt die Schweiz den dritten Platz in ganz Europa ein. Einen großen Boom erlebt zur Zeit die Mobiltelefonindustrie. In der Schweiz kann sie einen monatlichen Zuwachs von 5.000 Apparaten verzeichnen. Das Telefonnetz wird von der Post (PPT - die bundeseigene Post-, Telegraf- und Telefon-Betrieb) betrieben. Sie ist für das Legen von Leitungen und die Einrichtung von Telefonanschlüssen zuständig.
Aufgrund der Mehrsprachigkeit in der Schweiz gibt es viele verschiedene Tageszeitungen. Die meisten davon sind überparteilich und liberal. Allerdings erreichen von den rund 120 verschiedenen Zeitungen nur rund fünf eine Auflage von 100.000 Exemplaren. Die meistgekauften Tageszeitungen sind der Züricher "Blick" (gegründet 1959, Auflage 365.000), der Züricher "Tages Anzeiger" (gegründet 1893, Auflage 261.000) und die "Neue Züricher Zeitung" (gegründet 1780, Auflage 152.000). Auf dem Zeitschriftenmarkt liegt die Programmzeitschrift "Tele TV Radio Zeitung", die Familienzeitschrift "Schweizer Familie" und das Magazin "Schweizer Illustrierte" ganz vorn. Bei den Radio- und Fernsehgesellschaften gibt es einige staatliche Sender und 14 private Anbieter.
Bastian Kläber
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