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Die texanische Gutenberg-Bibel im Netz


Besucher der Online-Präsenz des Harry Ransom Humanities Research Center der University of Texas in Austin haben nun Gelegenheit, in digitalen Faksimiles der orignalen Gutenberg-Bibel zu blättern. Dafür hat das Center sämtliche Seiten digitalisiert und in Übersichten, aber auch vergrößerten Detailansichten dargestellt. Das Harry Ransom Center kam 1978 in den Besitz der Gutenberg-Bibel, deren Wert auf 20 Millionen US-Dollar geschätzt wird.




05.03.01: Deutsche wollen Eremitage Fenster spendieren
St.Petersburg (ld). In Stuttgart hat sich ein „Freundeskreis der Eremitage“ organisiert, der dem St. Petersburger Museum zu neuen Fenstern verhelfen will. Wie die Zeitung „Delowoj Peterburg“ meldet, haben sich dem Sponsorenverein bereits 20 deutsche und eine britische Firma angeschlossen.


Ziel der Mäzene sei es, für einen Austausch aller Fenster des Museums gegen moderne Fensterrahmen mit UV-Schutzglas zu sorgen. Die Gesamtkosten dieses Projektes werden mit 30 Millionen Mark veranschlagt. Nach Aussage der Zeitung hatte das Museum wegen des deutsch-russischen Streits um die „Beutekunst“ bisher kaum Förderer in Deutschland gefunden.




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    neu im Kino ...
EMIL UND DIE DETEKTIVE,
D 2000 – Regie, Buch: Franziska Buch, nach dem Roman von Erich Kästner. Kamera: Hannes Hubach. Musik: Gullatz, Malz. Mit Tobias Retzlaff, Anja Sommavilla, Maria Schrader, Jürgen Vogel, Kai Wiesinger. Verleih: Constantin, 100 Minuten.

Wenn Erich Kästner für Kinder schrieb, verstellte er seine Stimme nicht. Er machte sich nicht klein und verspottete jene „ahnungslosen“ Kinderbuchautoren, „die, weil Kinder erwiesenermaßen klein sind, in Kniebeuge schreiben“. Er nahm Kinder ernst, mehr noch, sie waren für ihn das Prinzip Hoffnung: „Kinder sind dem Guten nah wie Stubennachbarn; sie sind die einzigen, die reif sind für unsere Ideale der Mitmenschlichkeit“. Die Erwachsenen, die nichts besseres zu tun haben, als ihre Kindheit zu vergessen, wollte er in eine „Schule für schwer erziehbare Erwachsene“ stecken. Wenn Kästner müde war vom Kampf „gegen die Trägheit der Herzen und die Unbelehrbarkeit der Köpfe“, dann tat es ihm „über die Maßen wohl“, sich Geschichten für Kinder auszudenken. Dann erzählte er von kleinen Helden, die sich gegen üble Gauner solidarisieren; die fähig sind, kaputte Ehen und Freundschaften zu kitten; die immer helfen, wenn Not am Mann ist; die das feinste Gespür für Gerechtigkeit, Freundschaft und Aufrichtigkeit haben – und der lebendigste Beweis für Kästners kategorischen Imperativ sind: „Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es!“

Sein erstes und erfolgreichstes Kinderbuch, „Emil und die Detektive“, erschien 1928, wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und sechsmal verfilmt. Nun erobert Emil das heutige Berlin in einer liebenswerten, spannenden Neuverfilmung, die den Charme des Romans bewahrt und zugleich eine geschickt modernisierende Neuformulierung des Stoffes ist. Emil hat keine Großmutter, Gustav keine Hupe, das schäbige Hotel am Nollendorfplatz wird zum mondänen „Adlon“, aus den 140 Mark, die Emil im Roman seiner Oma bringen soll, werden 1500 Mark, mit denen er in Berlin einen gefälschten Führerschein für seinen arbeitslosen Vater kaufen will. Die familiären Verhältnisse der Kinder sind – in knappen, pointierten Andeutungen – prekärer und zerrütteter gezeichnet als im Roman, und die Kinderbande wird deutlicher zu einem Ersatz-Zuhause.

Erstaunlich und erfreulich, dass es der Drehbuchautorin und Regisseurin Franziska Buch gerade dort am besten gelingt, dem Geist Kästners treu zu bleiben, wo sie Figuren und Konstellationen neu erfindet. Zum Beispiel Pony Hütchen: im Roman ist sie eine Nebenfigur, hier wird sie zur Chefin der Kinderbande. Ein selbstbewusstes, quirliges Mädchen, das Emil so tatkräftig zur Seite steht, wie es Pünktchen mit Anton getan hat. Hin und wieder bleibt die Emil-Modernisierung allerdings im Äußerlichen hängen. Da wird dann ein Teenie-Konsumkultur-Katalog abgehakt: vom Inline-Skating über Hiphop bis zum Graffiti-Sprühen. Aber diese wenigen Momente einer modisch sich eher anbiedernden Rhetorik fallen aufs Ganze nicht ins Gewicht.

Die schönsten Neuerfindungen sind die Figuren des pfiffigen Gypsi und der schusseligen Pastorin Hummel. Gypsi wird als Emil-Double in die idyllische Villa der Pastorin geschickt, damit Emil mit seinen „Detektiven“ die Verfolgung des Bösewichts Max Grundeis ungehindert aufnehmen kann. Pastorin Hummel predigt gern und viel von den Werken der Nächstenliebe und überlässt den lästigen Part der Ausführung meist ihrem Sohn Gustav. Gypsi spürt sofort, welche Masche er abziehen muss, damit er das Herz der Pastorin rührt. Er wirft mit Mitleid heischenden Hundeblicken um sich und hat schon gewonnen. Gustav wird abkommandiert, sein letztes Hemd für Gypsi herzugeben. Hier erreicht Franziska Buchs Charakterzeichnung mit Präzision und Witz die größte Überzeugungskraft. Kästner hätte an dieser Predigerin des Guten gewiss seine Freude gehabt.

Maria Schrader offenbart in der Darstellung der Pastorin ein herzerfrischendes komisches Talent. Dem Gauner Grundeis verleiht Jürgen Vogel bravouröse Fiesheit: vampirscharfe Eckzähne, weißblond gebleichtes Haar, rote Stiefel. Man liebt es, ihn zu hassen. Kai Wiesinger gibt dem Vater Emils anrührende, aber ohne Sentimentalität gezeichnete Konturen. Getragen wird der Film von der übersprudelnden Spielfreude der Kinder. Allen voran die hinreißende Anja Sommavilla als Pony Hütchen und der sympathisch-zurückhaltende Tobias Retzlaff als Emil.

RAINER GANSERA




    07.02.2001: Berlinale eröffnet


Die 51. Internationalen Filmfestspiele Berlin werden am Mittwoch, den 7. Februar um 19.30 Uhr offiziell durch den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard Schröder, eröffnet.




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kultport.html
Bundesregierung: Neues Kulturportal ist online
Kulturstaatsminister Michael Naumann hat das Kulturportal der Bundesregierung im Internet eröffnet.

Angeboten werden Informationen zur Kulturpolitik von Bund und Ländern und bedeutenden kulturellen Einrichtungen. Der Veranstaltungskalender stellt bundesweit Informationen über Ausstellungen, Theaterinszenierungen und andere kulturelle Ereignisse zur Verfügung. Jedes Bundesland ist mit einem eigenen Portal auf der Seite vertreten.

Unter www.kulturportal-deutschland.de steht das neue Angebot der Kulturinstitutionen von Bund, Ländern und Kommunen zur Verfügung.





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dokfilm.html
G O E T H E I N S T I T U T   /   I N T E R   N A T I O N E S

Spielfilme und Dokumentarfilme aus Deutschland
Inter Nationes bietet eine breite Palette von 16 mm - Filmen und Videos an: Spielfilme aus 100 Jahren deutschen Filmschaffens bis hin zu aktuellen Titeln und Dokumentarfilme über das kulturelle Leben in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Kulturmagazin und ein Jugendmagazin runden das Angebot ab.

Die Filme stehen für nichtkommerzielle Kulturveranstaltungen und zur Nutzung im Unterricht zur Verfügung.

Die diplomatischen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland, die Goethe- und Kulturinstitute im Ausland, die DAAD - Lektoren, die Fachberater der ZfA können Filme und Videos bestellen bei:

Inter Nationes
Bereich Bildungsmedien
und Film / B12
Kennedyallee 91 - 103
D-53175 Bonn

Ansprechpartnerin:
Dr. Beate Raabe
eMail: film@inter-nationes.de




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repdaad.html
D A A D

Ausstellung: Weltwärts - 7. Dezember 2000 bis 4. Februar 2001
Aus Anlass des 75-jährigen Jubiläums des in Bonn ansässigen Deutschen Akademischen Austauschdienstes zeigt das Kunstmuseum Bonn eine Ausstellung, die auf dem Programm der Künstlerförderung des DAAD aufbaut und deren kulturelle Bedeutung unterstreicht.

In einer exemplarischen Auswahl jüngerer deutscher Künstler, die seit der Wiedervereinigung vom DAAD ein Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt erhalten haben, geht es darum, die internationale Bedeutung und das Niveau der zeitgenössischen deutschen Kunst gerade vor dem Hintergrund und in Verbindung mit der Sammlung deutscher Nachkriegskunst des Kunstmuseum Bonn zu unterstreichen. Die in enger Kooperation beider Institutionen und im Dialog mit zahlreichen Künstlern erarbeitete Ausstellung eröffnet dabei eine mediale Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen, die sich schwerpunktmäßig in Papierarbeiten, Fotografien und Videos artikulieren wird.

Die Ausstellung wird gemeinsam von Dr. Stefan Gronert (Kunstmuseum Bonn) und Dr. Friedrich Meschede (DAAD, Berliner Künstlerprogramm) kuratiert und versammelt eine exklusiv zusammengestellte und ortsbezogene Auswahl junger und innovativer künstlerischer Positionen.

Ein vielfältiges Programm mit Filmvorführungen und Symposien soll diese Jubiläumsveranstaltung, die gleichzeitig ein Brückenschlag zwischen Bonn und Berlin ermöglicht, begleiten.

Kunstmuseum Bonn
Museumsmeile
Friedrich-Ebert-Allee 2
55113 Bonn

Telefon: 0228-776260
Telefax: 0228-776220

eMail: kunstmuseum@bonn.de
Internet: http://www.bonn.de/kunstmuseum

Öffnungszeiten: Di bis So 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr, Mo geschlossen





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sitte.html
Große Willi-Sitte-Ausstellung in Halle geplant
    Halle - Nach dem Eklat um die gescheiterte Nürnberger Schau wird der ostdeutsche Maler Willi Sitte in der Staatlichen Galerie Moritzburg in Halle voraussichtlich in zwei Jahren eine große Ausstellung bekommen. Wie der in Halle lebende 79-jährige Künstler am Samstag der dpa sagte, soll die Retrospektive in enger Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum in
Nürnberg stattfinden. "Das war mein Wunsch, damit es am Ende nicht im Bösen vor sich geht." Der Maler will eigene Arbeiten zur Verfügung stellen, außerdem würden Werke aus der Sammlung des halleschen Museums und Leihgaben anderer Museen gezeigt.

Das Nürnberger Museum hatte im Dezember überraschend die zum 80. Geburtstag Sittes im kommenden Februar geplante Schau auf das Jahr 2003 verschoben. Zur Begründung hieß es, es bestehe noch Bedarf bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Person des Künstlers, der in der DDR ein hoher Kulturfunktionär gewesen war. Sitte sagte angesichts der Querelen die Nürnberger Ausstellung von seiner Seite aus endgültig ab.

Wie die Direktorin der Galerie Moritzburg Katja Schneider in der Samstagsausgabe der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" sagte, solle das Konzept für die Retrospektive die Reibungspunkte und Kontroversen, die Bestandteil von Sittes Werk und seiner politischen Rolle seien, ansprechen. Keinesfalls werde es eine unkritische Darstellung geben. Diesem Punkt habe auch der Maler zugestimmt. (dpa 21.1.2001)

www.dhm.de, Biografie des Künstlers
www.hfk-bremen.de, Hochschule für Bildende Künste Bremen, Deutsche Kunst und die Wende - der Maler Willi Sitte
www.mi.sachsen-anhalt.de, Staatliche Galerie Moritzburg Halle
Projekt Gutenberg - DE
alt- und mittelhochdeutsche Literatur (750 - 1350):
Walther von der Vogelweide
Wolfram von Eschenbach

frühneuhochdeutsche Literatur (1350 - 1600):
Hans Sachs
Martin Luther

Barock (1600 - 1720):
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Aufklärung (1720 - 1785):
Christian Fürchtegott Gellert
Gotthold Ephraim Lessing
Christoph Martin Wieland

Sturm und Drang (1767 - 1785)
Klassik (1786 - 1832):

Gottfried August Bürger
Johann Wolfgang v. Goethe
Johann Gottfried Herder
Friedrich Schiller
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Immanuel Kant
Arthur Schopenhauer

Romantik (1794 - 1835):
Johann Peter Hebel
Friedrich Hölderlin
Heinrich von Kleist
Clemens Brentano
Brüder Grimm
Wilhelm Hauff
Ludwig Uhland
Ernst Moritz Arndt
E.T.A. Hoffmann
Achim von Arnim
Bettina von Arnim
Heinrich Heine

Biedermeier (1815 - 1848):
Annette von Droste-Hülshoff
Franz Grillparzer
Eduard Mörike

Junges Deutschland und Vormärz (1835 - 1848):
Georg Büchner
Hoffmann von Fallersleben
Ferdinand Freiligrath
Ludwig Bechstein
Hans Christian Andersen

Realismus (1840 - 1897):
Theodor Fontane
Christian Friedrich Hebbel
Gottfried Keller
Friedrich Wilhelm Nietzsche
Theodor Storm
Berthold Auerbach
Wilhelm Busch
Peter Rosegger
Ludwig Ganghofer
Frank Wedekind

Naturalismus (1880 - 1900):
Gerhart Hauptmann
Christian Morgenstern
Hugo von Hofmannsthal

Impressionismus, Symbolismus und Expressionismus
(1883 - 1925):

Hermann Hesse
Joachim Ringelnatz
Franz Kafka
Thomas Mann
Rainer Maria Rilke

Weimarer Republik bis
Ende des Nationalsozialismus
(1919 - 1945):


Literarische Entwicklung BRD/DDR (1949 - 1989):
Jurek Becker
Johannes Bobrowski
Heinrich Böll
Thomas Brasch
Volker Braun
Friedrich Dürrenmatt
Hans Magnus Enzensberger
Hans Fallada
Franz Fühmann
Günter Grass
Peter Härtling
Christoph Hein
Stephan Hermlin
Stefan Heym
Uwe Johnson
Walter Kempowski
Rainer Kunze
Siegfried Lenz
Irmtraud Morgner
Brigitte Reimann
Peter Schneider
Anna Seghers
Patrik Süßkind
Martin Walser
Peter Weiss
Gabriele Wohmann
Christa Wolf

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letzte Änderung 06.05.2004