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 Deutsche in Wjatka/Kirov Russlanddeutsche

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Arndt, Wladimir E. - der Vorsitzende.
Tel. priv. 00 7 8332 - 64 50 01
Boger Alexander A.
Fischer Alexander A.
Schneider, Ludmila W.
Tretjakowa, Tatjana A.
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Kirov, Mai 2004:
Gründung der deutschen Jugendvereingung "Einheit" in Kirov
Wissen Sie, was das ist - "Einheit"? Richtig, zusammen sein, aber nicht nur das. Für die Studenten des Instituts für Linguistik wurde "Einheit" zur Lebensgestaltung und am Ende des vergangenen Jahres 2003 haben sie die Jugendvereinigung geschaffen, deren Ziel das Propagieren der deutschen Sprache und der deutschen Kultur auf dem Wjatla-Boden wurde.

Zum ersten Mal haben sie sich am zweiten Ural-Jugendforum bekannt gemacht, das in Izhewsk im Februar 2004 veranstaltet wurde. Dort haben die jungen Leute den dritten Platz im Wettbewerb unter den ähnlichen Organisationen belegt. Es ist zum Stimulus für weitere Arbeit geworden. Zurückgekehrt aus Izhewsk, haben sie hier ihre Arbeit angefangen. Schon in der Woche danach erfuhr man über diese Gesellschaft.
Es fand eine Konferenz statt, auf der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre Pläne für die Zukunft erzählten: die Durchführung eines Musikfestivales, das mit dem 8. März verbunden ist, des Tages der offenen Tür und des Tages der Gesundheit. Erster Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung der angestrebten Ziele war die Bildung eines Tanz-, Gesangs- und Literaturzirkels. Der Zirkel hat ermöglicht, junge Talente zu zeigen.

Die jungen Leute haben zur Vereinigung ihr Bestes geleistet. Anfänglich entstand die Idee der Bildung einer deutschen Organisation für junge Leute (die größtententeils aus jungen Deutschen besteht, die in Wjatka wohnen) bei den Lehrern: Herrn A. Makarov und Frau L.Kropotova. Die Teilnehmer der Bewegung, zur Zeit sind es mehr als 30, wählten sich als Symbol das Eichhörnchen. Obwohl die Gesellschaft vor kurzem gebildet worden ist, haben ihre Mitglieder schon ein Stipendium im allrussischen Wettbewerb "Grünes Russland" gewonnen. Mit Hilfe dieses Stipendiums möchten die jungen Leute ihren Beitrag zum Grünwerden ihrer Stadt Stadt beitragen. Diese Aktion wird am 15. Mai druchgeführt, wenn die "Einheit" der Stadt einige dutzende Baumstecklinge schenken wird, die die Augen der Stadtbewohner erfreuen werden.
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Nachricht Nr. 1 - 2000
Veröffentlichung der Vereinigung der Russlanddeutschen im Wjatka-Land
Jede große oder kleine Angelegenheit beginnt mit einer Initiative. Es sind ca. drei Jahre seit dem Zeitpunkt vergangen, als eine Gruppe initiativvoller Menschen, die deutsche Wurzeln hatten und kompakt auf dem Wjatka-Boden wohnten, mit der Unterstützung des Deutschen Lehrmittel- und Kulturzentrums Kirov, der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und der Kirower regionalen Gesellschaft "Das Wissen" beschlossen, Deutschkurse für Russlanddeutsche und ihre Angehörigen zu organisieren. Da manche Russlandeutsche ihre Muttersprache sogar in der Mittelschule nicht gelernt hatten, was durch das Übergewicht des Englischen in den Mittelschulen des Wjatka-Landes verursacht ist, gaben solche Kurse die Möglichkeit, nicht nur die Sprache zu erlernen, sondern sie gaben auch die Möglichkeit, gemeinsamen Kontakt zu pflegen. Seit diesem Moment, wie es ein bekannter Politiker zu sagen pflegt, "...begann der Prozess zu laufen..."
Damit wurden wichtige Grundlagen geschaffen, die es erlaubt haben, nicht nur die Muttersprache zu lernen, sondern die früher einander nicht bekannte Menschen zu vereinen.
Grundlegend für unsere Zusammenarbeit war erstens das Prinzip der Freiwilligkeit. Basierend auf persönlicher Interesse der Russlanddeutschen und ihrer Familien an gemeinsamen Treffen, dem Erlernen der Muttersprache und der gegenseitigen Hilfeleistung unter den harten russischen Bedingungen des "Überlebenmüssens".
Zweitens verfolgen wir das Prinzip der Offenheit, welches die Intergrationsmöglichkeit schafft und jene russischen Bürger in unsere Reihen einschließt, welche tatkräftig zur Schaffung einer deutschen Gemeinschaft als einer Non-Provit-Organisation beitragen. Das Prinzip der Offenheit gemeinsam mit dem Prinzip des Internationalismus erlaubt es, dass Menschen verschiedener Völkerschaften, nicht nur der deutschen, gut untereinander leben.
Drittens verfolgen wir die Förderung der Familie, d.h. Festigung der Familien, ihrer Traditionen und Kulturschätze.
Als Ergebnis unserer zielbewussten Aktivitäten entstand 1999 die Gesellschaft der Russlanddeutschen "Einheit" auf dem Wjatka-Boden.
Im Rahmen unserer nichtformellen Vereinigung möchten wir, dass unsere Familienmitglieder Deutsch lernen. Wir führen gemeinsam verschiedene Treffen, Feiertage (Bierfest, St.Nicolaus-Tag, Weihnachten, Ostern, Gedächtnistag am 28.August) durch.
Unsere Tätigkeit zeigt, dass sich unsere Familien gegenseitig unterstützen; die Kinder lernen die Sprache mit ihren Eltern und auch selbstständig.
Wir danken allen Deutschlehrerinnen und aktiven Mitgliedern unserer Vereinigung für ihre Unterstützung und erhoffen uns, dass die gute Tätigkeit auch eine gute Ernte einbringt.
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Die Deutschen der Region Altai - Volksgeschichte und Kultur
Das vorliegende Projekt ist vom Forschungslaboratorium für Ethnographie über die Geschichte der Deutschen Sibiriens vorbereitet worden. Das Laboratorium wurde 1996 gegründet. Die Gründung ergab sich aus der Forschungstätigkeit der Mitarbeiter des Lehrstuhls für Ethnographie und Museumskunde an der staatlichen Universität Omsk.
Im dem Zusammenhang, das die Geschichte der Russlanddeutschen lange Zeit ein Tabu in der Wissenschaft Russlands war, wurden bisher keine ethnografischen Untersuchungen der in Sibirien lebenden Russlanddeutschen durchgeführt. Das Volk, das Massenverschleppungen und Repressalien nach Volksangehörigkeit überlebt hat, war für die Forscher verboten. Die Hauptrichtungen der wissenschaftlichen Tätigkeit des Laboratoriums beinhalten die Erforschung der traditionellen und gegenwärtigen Kultur der Deutschen in Sibirien. Das Studium befasst sich mit dem gegenwärtigen Zustand der Sprache, der Kultur, des Selbstbewusstseins, und der internationalen Beziehungen der sibirischen Deutschen. Inhalt des Projektes ist auch die Errichtung einer historisch-ethnischen Museumsausstellung.
Im Zeitraum von 1989-1999 wurden insgesamt 11 historisch-ethnische Expeditionen zu den dichtbevölkerten Ortschaften der sibirischen Deutschen in die Gebiete von Omsk, Novosibirsk, Kemerowo und in die Region Altai organisiert und durchgeführt. Während der Expeditionen ist umfassendes Material, das die verschiedenen Seiten der Geschichte, sowie der traditionellen als auch der gegenwärtigen Kultur der Deutschen in Sibirien
erfasst, gesammelt worden. Diese Sammlungen enthalten Angaben über die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Beschäftigungen der sibirischen Deutschen. Als weiteres wurden die Siedlungen und Wohnstätten, die Inneneinrichtungen der Wohnungen und deren Dekoration, als auch Geräte und Gegenstände des Alltags, Kleidung, Nahrungsmittel, sowie der allgemeine
Kenntnisstand und die Konfessionszugehörigkeit des Volkes ermittelt. Dazu gehören auch Informationen über Familienbräuche, Haushaltssitten, Brauchtum in Jahreskreis und der Folklore der Deutschen in Westsibirien.
Im vorliegenden Projekt sind die Materialien vorgestellt, die während zwei Expedition in den Jahren 1996 und 1997, in den von Deutschen besiedelten Orten der Altairegion gesammelt worden sind. Diese Forschungen wurden mit Unterstützung des "Instituts für Deutschland- und Osteuropaforschung" (Göttingen), im Namen des stellvertretenden Direktors, Doktor Alfred Eisfeld, und des "internationalen Verbandes der deutschen Kultur", im Namen des dort Vorsitzenden, Heinrich Martens durchgeführt. Während der Expedition 1996 wurden die gesamten ethnografischen Materialien in den Dörfern der Bezirke Suetsk (Boronsk, Michailovka), der Bezirke Blagowetchensk (Gljaden, Nikolajewka, Telmano), der Bezirke Tabuni (Tabuni, Altaiskoje, Granitchnoje, Kamischeunka, Sambor, Jambor, Elisawetgrad, Serebropolje, Choroscheje) und des deutschen Nationalbezirks (Kussak, Halbstadt, Grischovka, Nikolajewka, Protassowo, Polewoje, Degtjarka, Seltene Dubrawa, Kamischi, Podsosnowo, Krashoarmejka, Orlowo, Schumanowka) gesammelt.
Während der Untersuchungen im Jahre 1997 wurden die Dörfer des Bezirkes Kulundinsk (Ananjewka, Ekaterinowka) und des deutschen Nationalbezirkes wiederholt untersucht. Die Leiterinnen der Expeditionen waren Dr. Tatjana Smirnowa (Leiterin des Laboratoriums, Dozentin) und Dr. Swetlana Rublewskaja (die Mitarbeiterin des Laboratoriums). Die Arbeit der Mitarbeiter des Laboratoriums und der Studenten der historischen Fakultät (Universität
Omsk) Alexander Betcher, Tatjana Sawranina, Natalia Krutsch, Irina Tschernowa, Olga Iwaschenko, Eduard Solowej, Wladislaw Fjodorischin, Irina Schesler, Elena Wolgina und anderer ist lobenswert.
Alle in den Expeditionen gesammelten Materialien und ethnografischen Exponate werden im Museum der Archäologie und Ethnographie der staatlichen Universität Omsk ausgestellt.
Dieser Teil der Materialien wird im vorliegenden Projekt beschrieben. Sämtliche Angaben wurden durch die Methode der direkten Beobachtung ermittelt, und durch Befragung nach einem speziell entwickelten Programm zum Sammeln von ethnografischen Materialien durchgeführt. Wir haben beschlossen, den Teil der Untersuchungen vorzustellen, der Angaben über die
traditionelle Kultur und der Kalender- und Familienbräuche in der deutschen Region Altai enthält. Im Projekt sind Informationen die über die Geschichte der Dörfer, der Nationalschulen, der Familien und der Trudarmee, die während der Expedition gesammelt wurden, vorhanden.
Zum Abschluss ist die Analyse der gegenwärtigen ethnischen Situation, und der ethnischen Prozesse bei den Deutschen in der Altairegion repräsentiert.
Dr. Swetlana Rublewskaja
http://www.russland-deutsches-forum.de/
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