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 Kirov Kunst


sofia.html
Sofia Khorobrych
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| 17.07.1971 |
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geboren in Kirov, Russland |
| 1978 - 1986 |
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Besuch einer allgemeinbildenden Mittelschule und der Kindermusikschule 4 (Klavier) in Kirov |
| 1986 - 1990 |
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Studium an der Kirover Musikfachschule (bei Wladimir Ju. Schaposchnikov) |
| 1990 - 1991 |
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Lehrerin für Klavier und Konzertmeisterin in der Kindermusikschule der Siedlung Oritschi, Konzertmeisterin an der Kirover Musikfachschule |
| 1991 - 1992 |
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Studentin der Fakultät Klavier am Konservatorium Nishni-Nowgorod (Klavier bei Fr. Prof. B.S.Maranz, Orgelspiel bei Fr. G.I.Koslowa) |
| 1993 - 1998 |
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Studentin am Konservatorium in Sankt-Petersburg (Klavier bei Hr. Prof. W.W.Nilsen; Klavizimbel bei Hr. Doz. I.W.Rosanov; Orgelspiel bei Fr. Prof. N.I.Oksentjan; Musikwissenschaft bei Hr. Prof. G.Abramowski) |
| 1994 - 1996 |
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Lehrerin für Klavier in der Kindermusikschule "Rimskij-Korssakov" in Sankt-Petersburg |
| seit 1996 |
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Studentin, Aspirantin (Fortbildungsklasse) an der Hochschule für Musik Würzburg; Hauptfach "Historische Tasteninstrumente"; Schwerpunkt "Hammerklavier"; Klasse Hr. Prof. G.Wilson (Schüler von Gustav Leonhardt) |
| seit 1999 |
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Studentin der Bayerischen Julius Maximilians Universität Würzburg; Hauptfachh "Musikwissenschaft" |
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Konzerte mit einem Barock-Ensemble der Hochschule in verschiedenenen Städten Deutschlands; |
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Aufnahme für das Würzburger Stadttheater (die Oper von H.Heinze "Der junge Lord"). |
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Tatjana E.Timkina
Mitglied des Künstlerverbands Russlands
Vom 10.7. bis 23.10.2001 stellt Frau Timkina ihrer Werke in Warschau (Polen) im Salezjański Instytut Wychowania Chrzéscijanskiego aus.
Warschau, ul. Kaweczyńska 53
Tel. 022 - 6198417
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Frau Tatjana Timkina wurde 1961 in Kirov geboren. 1987 hat sie die Kirower Kunstfachschule absolviert. Frau Timkina hatte ihren Unterricht bei Peter S.Werschigorov und Ewgeni Grischin. 1995 beendete sie die akademische Hochschule für Kunstmalerei, Skulptur und Architektur "I.E.Repin" in Sankt-Petersburg, in der Werkstatt von Andrej A.Pachomov, Irina W.Balakowa, der Fortsetzerin der Aquarellschule von Pawel Tschistjakov und Wassilij Sawinskij. Sie ist als Lehrerin für Zeichnen an der Kunstfachschule tätig, beschäftigt sich mit der Buchgrafik. |
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Frau Timkina nahm an den Ausstellungen in Sankt-Petersburg (1990), Diplomarbeiten in Sankt-Petersburg (1995), der Interregionalen Ausstellung (1998), der 9. Allrussischen Ausstellung in Moskau (1999) teil. Ihre Diplomarbeit "Waffenstillleben" ist in der ständigen Ausstellung der Akademie der Künste in Sankt-Petersburg ausgestellt.
Ihre Werke befinden sich in Privatsammlungen in den USA, Österreich, Schweden, Italien.
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 Stranger |
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 Ein trauriger Stern |
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 Orgelmeister |
Die Kirower Kunstforscherin Irina Ljubimowa schrieb:
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Die Aquarelle von Tatjana Timkina locken durch besondere Feinheit der Ausarbeitung an. Ihre feinfühlige Pinsel deckt durch Mosaikstriche Form und Raum, Stärke und Schönheit eines jeden Lichtflecks auf. Eine ausgewogene Intonation füllt die Aquarellblätter der Künstlerin mit dem Gespür eines Geheimnisses, bestimmt die Poesie von Landschaften einer alten Stadt, Waffen- und Musikstilleben, Kostüm-Porträts. Die Autorin, die Natur konzentriert beobachtend, sähe keine Zeitgrenzen, durch die Reminiszenzen des Vergangenen das Wesen des Heutigen entdeckend. | Rathaus in Wyborg
| Stillleben mit Geige |
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Stillleleben mit Birnen |
| Stillleben mit preußischer Rüstung |
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Die Texte sind der Broschüre über das Schaffen von Frau T.Timkina entnommen und von A.Makarov ins Deutsche übersetzt. Die Künstlerin hat der Verwendung des Materials (der Texte und der Abbildungen) auf unseren Seiten ihre Zustimmung gegeben.
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Gennadij Balachnitschjov
Ein interessanter "Komponist" in der Malerei
G.I.Balachnitschjov wurde am 5.April 1948 in der Region Kirov geboren. 1974 hat er die Kunstabteilung der Kirower Kunstfachschule absolviert. Seit 1978 nimmt er an regionalen (1978, 1981-1983, 1996, 1997) und Zonenausstellungen (1984, 1989, 1998) teil. Seit 1990 ist er Mitglied des Künstlerverbandes Russlands. Seine Werke befinden sich in Kirov, Volksgalerien der Region, in Deutschland, Nederland, den USA, Japan.
Gennadij Balachnitschjov ist mit der russischen realistischen Tradition verwachsen. Er spürt Farben und Natur fein und malt seine einfachen Motive. Auf seinen Bildern sieht man gewöhnliche heimatliche Sujets in unendlichen Varianten: Roggenfelder, nebelige Wiesen, Wälderdickicht, Herbstgold der Bäume...
| Eine besondere Neigung sind Darstellungen alter Architektur. Das Tryptichon des Trifon-Klosters zeichnet diese Wjatkaer Rarität als eine Burg des russischen Geistes, obwohl es nur eine Abendlandschaft ist. |
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Eine andere Seite seines Schaffens sind Porträts. Hier versucht der Künstler, seine Zeitgenosssen expressiv darzustellen.
Alle hier abgedruckten Motive sind vom Künstler freigestellt.
Herr Gennadij I. Balachnitschjov
Swobody-Str. 65
610000 Kirov, Russland
Tel. dienst. 00 7 8332 - 381691
Tel. privat 00 7 8332 - 634594
eMail: dz@riac.ru
Text: Tatjana Malyschewa, 23.07.1999.
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juri.html
Juri Nikulin
Herr Juri Nikulin wurde am 16.5.1961 in Kirov geboren.
| 1976 - 1980 |
Kirower Kunstfachschule |
| 1980 - 1985 |
Architektur- und Konstrukteurbüro in der Stadt Kirowo-Tschepezk |
| 1987 |
Preis des Leninschen Komsomols (Jugendverband der UdSSR) der Region Kirov |
| 1985 |
Hochschule "Muchina" (Sankt-Petersburg), Innenaustattung und Ausrüstung |
| 1985 - 1987 |
Wehrdienst |
| 1987 - 1992 |
Verteidigung der Diplomarbeit (mit Auszeichnung) |
| 1992 - 2001 |
Prag (Tschechien), Magister der Architektur |
Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Italien, in Prager Galerien.
Tel. 353 529 45 (in Prag)
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mark.htm
Mark Pawlow-Opuls
| 1962 |
in Taschkent (Usbekistan) geboren |
| 1983 |
Abschluss einer republikanischen Kunstfachschule |
| 1986 - 1988 |
Besuch der Kurse an der Kunst-Gewerbe-Akademie "W.I.Muchina" (Sankt-Petersburg) |
| 1988 - 1990 |
als Kunstmaler am Filmstudio "Usbekfim" (Taschkent) tätig |
| 1990 - 1994 |
Kunstmaler am Filmstudio "Lenfim" (Sankt-Petersburg) |
| 1994 - 1998 |
Arbeit als Kunstmaler |
| 1998 |
Mitglied der Assoziation Kunst der Völker der Welt |
| 1999 |
Mitgleid des Internationalen Verbands für Deutsche Kultur |
Seine Werke befinden sich in Galerien und Privatsammlungen der Städte Taschkent, Moskau, Sankt-Petersburg, Tokyo, London, Paris, New-York, Jerusalem, München, Rom, Athen, Kirov, Kirowo-Tschepezk.
"Jahreszeiten"
Die "Jahreszeiten" sind ein klassisches Sujet, welches durch Jahrhunderte lange Traditionen sowohl des Westens als auch des Ostens geheiligt ist. Es erscheint in der Kunst dieses oder jenes Küntlers, Dichters, Musikers als ein Versuch der filosofischen Erschließung des Lebens, als ein Ergebnis der persönlichen geistigen Erfahrung.
Mark Pawlow wand sich an dieses Thema auch im Ergebnis harten künstlerischen Suchens, der Überlegungen über das Vergangene. Vier Bilder, die im Laufe von fünf Jahren geschaffen wurden, bilden einen abgeschlossenen Zyklus, welcher über Kindheit und Reifejahre, Zärtlichkeit und Mut, Jugendträume und nüchterne Schlussfolgerungen, das Große im Kleinen und das Kleine im Großen berichtet.
Das Blühen des Frühlings, stürmische Farben des Sommers, eine herbstliche Elegie und der winterliche Schneesturm - das Universelle der Bilder ist mit dem Einfluss der orientalischen Kunst und der privaten Erfahrung des Lebens in Mittelasien verbunden. Das Haus seiner Kindheit, ein riesengroßer Garten, Wasserbäche und -ringe, Berge in der Ferne - das alles ist in seine Gemälde als Zeichen der emotionellen Erfahrung eingegangen.
Das Bild des ewigen Naturumlaufs verkörpert die Idee der Sein-Harmonie. Nicht zufällig wendet sich M.Pawlow an die Zeilen des japanischen Dichters aus dem 13.Jahrhundert Dogen (1200-1253), die zum Motto und Thema des küntlerischen Zyklus gworden sind:
Blumen - im Frühling,
Der Kuckuck - im Sommer,
Im Herbst - der Mond,
Ein reiner und kalter Schnee - im Winter.
Nach dem Text der Kunstexpertin aus dem Russischen Museum (Sankt-Petersburg) Natalia Swenigorodskaja.
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loboviko.htm
Sergej Lobovikov (1870-1941)
Sergej Lobovikov war der bedeutendste russische Fotokünstler vor der Oktoberrevolution. Die
Zeitgenossen bewunderten in ihm den leidenschaftlichen "Bauernfotografen", der das Leben der
einfachen Landbevölkerung in ungewöhnlichen Genrebildern zeigte.
Seine äußerst seltenen
Arbeiten - meist Gummi- und Bromöldrucke von großer Schönheit - haben sich im
Kunstmuseum der russischen Stadt Kirov erhalten.
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Hans Puttnies, Professor für Fotografie und Design an der Fachhochschule Darmstadt, 1995.
Entnommen der Ausgabe: Sergej Lobovikov: Ein russischer Meister der Kunstfotografie. Eine Ausstellung des Kulturdezernats der Stadt Kassel in Zusammenarbeit mit der Wintershall AG. Documenta-Halle Kassel, 12.Oktober bis 19.November 1995; Kunstverein Lingen - Galerie im Theater, 20.Januar bis 18.Februar 1996. - München-New York: Prestel-Verlag, 1995.
Sergej Lobovikov aus Wjatka, dem heutigen Kirov, ist eine Künstlerfigur von internationalem
Rang, die bis heute, bis zu der großen Retrospektive, die wir in Kassel für ihn ausrichten, keinem westlichen Spezialisten der Fotokunst bekannt war. In seiner russischen Heimat gilt er dagegen als Klassiker, der das Leben der einfachen Bauern in hervorragenden Genrebildern gestaltet hat. Mit dem Fall der geistigen Grenzen, der zwischen Ost und West erst jetzt richtig beginnt, werden nun auch solche Ausstellungen möglich, die für beide Seiten nur aus künstlerischen Gründen interessant und überraschend sind. Der westliche Kunstfreund kann in Lobovikovs Bildern eine ganz einzigartige Erweiterung seines imaginären Museums finden; und die östlichen Kenner des Vjatkaer Meisters werden seine Einordnung in die fotografische Weltkultur erleben und dabei deren Maßstäbe kennen lernen.
Irmgard Schleier, Kulturdezernentin der Stadt Kassel; Herbert Detharding, Vorsitzender des Vorstands der Wintershall AG; Alla Noskova, Direktorin des Bezirkskunstmuseums Kirov, 1995.
Entnommen der Ausgabe: Sergej Lobovikov: Ein russischer Meister der Kunstfotografie. Eine Ausstellung des Kulturdezernats der Stadt Kassel in Zusammenarbeit mit der Wintershall AG. Documenta-Halle Kassel, 12.Oktober bis 19.November 1995; Kunstverein Lingen - Galerie im Theater, 20.Januar bis 18.Februar 1996. - München-New York: Prestel-Verlag, 1995.
Eine Künstlerbiographie: Sergej Aleksandrowitsch Lobovikov
Sergej Aleksandrowitsch Lobovikov, geboren am 19.Juni 1870 im Dorf Belaja bei Glasovsk als
erster Sohn der Familie des örtlichen Diakons, gestorben am 27.November 1941 im belagerten
Leningrad. Mit vierzehn Jahren verlor Lobovikov 1884 beide Eltern. Als Waise mittellos, trat er 1885 in Vjatka im Photostudio von P.G. Tichonov eine fünfjährige photographische Ausbildung an, die ihn auch materiell absicherte. Hier erlernte er bis zum Ende der Lehrzeit 1890 nicht nur Handwerk und aktuellen Stand photographischer Techniken, sondern auch bereits jene Themen kennen, die später für sein eigenes Arbeiten wichtig werden sollten - Stadtansichten sowie Genredarstellungen von Handwerkern und Bauern.
Nach Abaschluß der Lehrzeit blieb Lobovikov zunächst in Tichonovs Studio tätig, bis er 1892 den Militärdienst antrat, von dem er bereits 1893 wieder freigestellt wurde. Lobovikov zog nach Petersburg und arbeitete dort in einem gewerblichen Photoatelier. Aus gesundheitlichen Gründen ging er aber bereits im folgenden Jahr zurück nach Vjatka. Auf der Rückreise suchte der den renommierten Kunstphotographen A.O.Karelin in dessen Werkstatt auf, der Lobovikov in seiner künstlerischen Ausrichtung bestärkte und ihm zu Selbständigkeit und unabhängiger Entwicklung seines Talents riet. Daraufhin eröffnete Lobovikov 1894 ein eigenes Photoatelier in Vjatka, wobei er seine erste Ausrüstung aufgrund beschränkter Mittel noch anmieten musste - einen eigenen Apparat erwarb er erst im Jahr 1896.
In den folgenden Jahren widmete er sich neben dem Aufbau einer Existenz als Berufsphotograph vor allem der Entwicklung seiner künstlerischen Arbeit. Im Jahr 1899 nahm Lobovikov erstmals an einer Ausschreibung der Petersburger Photographischen Gesellschaft teil und erhielt die Bronzemedaille, ebenso 1900 auf der Pariser Weltausstellung. Im gleichen Jahr unternahm Lobovikov eine ausgedehnte Europareise, auf der er Deutschland, Belgien, Frankreich, die Schweiz und Österreich besuchte, um sich dort mit Kollegen in ihren Werkstätten auszutauschen. Nach der Rückkehr arbeitete er im Atelier in Vjatka an photographischen Techniken. 1903 heiratete er die Dorflehrerin Eliyaveta Jakimova. Gemeinsam bezogen sie ein eigenes Haus, das rasch zum Treffpunkt der örtlichen Intellektuellen wurde.
Lobovikov erfuhr Auszeichnungen auf wichtigen internationalen Ausstellungen, u.a.: 1903 Brozemedaille der Petersburger Photographischen Gesellschaft, 1908 für Genre- und Landschaftaufnahmen die Goldmedaille auf der Internationale Photoausstellung in Kiev; zudem erweiterte er stetig seine künstlerischen Kontakte und organisatorischen Wirkungskreise; 1906-1919 war er Mitglied verschiedener Jurys, erhielt 1908 der Vorsitz der Vjatkaer Photogesellschaft und fungierte als Organisator des Vjatkaer Kunstkreises. 1909 gründete er das Vjatkaer Kunsthistorische Museum, dessen ständiger wissenschaftlicher Mitarbeiter er bis 1922
blieb.
1909 führte ihn eine zweite Auslandsreise nach Deutschland. Auch in der Folge erfuhr
Lobovikov zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen: So wurde er 1909 zum Mitglied und
Korrespondenten der Dresdner Gesellschaft zur Föderung der Amateur-Photographie e.V., ein Jahr darauf zum Ehrenmitglied des London Salon of Photography, 1911 erhielt er auf der Internationalen photographischen Ausstellung für Bildnis und Figurenbild in Hamburg eine Bronzeplakette und wurde schließlich 1913 Ehrenmitglied der Russischen Photographischen Gesellschaft. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges nahm Lobobikov nicht mehr an internationalen Ausstellungen teil und arbeitete vorwiegend im Atelier.
Durch die Oktoberrevolution 1917 veränderte sich die gesamte Situation in Russland grundlegend. Die bald erfolgende Auflösung der Photographenvereinigungen, darunter zeitweilig auch die der Russischen Photographischen Gesellschaft, war symptomatisch für die Neubewertung der Kunstphotographie aus sozialistischer Perspektive. So bedeutete das Jahr 1917 auch für Lobovikov einen Einschnitt: Er hat seine künstlerische Arbeit der vorausgegangenen Jahre unter den Anforderungen der Wissenschafts- und Reportagephotographie nicht mehr fortsetzen können. Ab 1920 lehrte er Photographie am Institut für Volksbildung und setzte in den kommenden Jahren auch seine Tätigkeit im Bezirkskunstmuseum und dem Landeskundlichen Bezirksmuseum sowie seine Aktivitäten im regen kulturellen Leben von Vjatka fort.
Anlässlich seines 40-jährigen Berufsjubiläums wurde 1927 in Moskau von der Russischen Phoptographischen Gesellschaft Lobovikovs erste - und zu Lebzeiten einzige - Einzelausstellung ausgerichtet. Seinen Betrieb konnte Lobovikov zunächst aufgrund einer 1920 ausgestellten 'Schutzurkunde' der örtlichen Behörde weiterführen. Mit Beginn des Jahres 1930 beendete Lobovikov die Berufsphotographie endgültig und widmete sich der Lehrtätigkeit am Institut für Volksbildung. Nach Schenkung seines Vjatkaer Hauses und Studios an das Pädagogische Institut und dem folgenden Umzug Lobovikovs in das Wohnheim der Hochschule, ging dieser 1934 mit seiner Familie nach Leningrad. Seit September 1934 erhielt er eine lebenslange akademische Rente. Zudem arbeitet er zwischen 1934 und 1936 als Berater im Photo-Kino-Labor der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. Nach 1936 zog er sich aus Gesundheitsgründen von dieser Tätigkeit zurück und beschäftigte sich zuletzt mit speziellen photographischen Arbeiten (Mikro- und Makroaufnahmen) für das Botanische Institut der Akademie der Wissenschaften der UdSSR.
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Entnommen: Meisterwerke russischer und deutscher Kunstphotographie um 1900: Sergej Lobovikov und die Brüder Hofmeister / Eine Ausstellung des Museums für Kunst und Gewerbe, Hamburg, der Wintershall AG, Kassel, und der OAO Gazprom, Moskau. - München-New York: Prestel-Verlag, 1999. - S.216-217.
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