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Fläche:
160 km2, davon 1/3 Siedlungsgebiet und 2/3 Gebirge.

Einwohner:
30.923 (Ende 1995); davon rund 37 % Ausländer, hauptsächlich Schweizer, Österreicher und Deutsche.

Sprache:
Amtssprache ist Hochdeutsch, Umgangssprache ein alemannischer Dialekt.

Religion:
80 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch, 7 % protestantisch, 13 % andere.

Flaggen / Wappen:
Landesflagge: Blau (links bzw. oben) und rot; Fürstenhut im blauen Feld.

Die Farben des Fürstenhauses sind gold (oben bzw. links) und rot.
Wappen: Als Staatswappen gilt das Wappen der Fürstlichen Familie.
Nationalfeiertag: 15. August.
Unabhängigkeit: Seit 1806; Aufnahme Liechtensteins in den Rheinbund durch Napoleon.

Staats- und Regierungsform:
Konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage; die Staatsgewalt ist im Fürsten und im Volk verankert. Das Volk wählt alle vier Jahre die 25 Abgeordneten des Landtages (Parlament). Dieser schlägt dem Fürsten die Mitglieder der Regierung zur Ernennung vor. Ein vom Parlament beschlossenes Gesetz bedarf zur Gültigkeit der Unterschrift des Fürsten.

Staatsoberhaupt: Seit 13. November 1989 Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein (geb. 14. Februar 1945). Bereits am 26. August 1984 hat ihn sein Vater, Fürst Franz Josef II., zum Stellvertreter ernannt und mit der Ausübung der Regierungsgeschäfte betraut.

Regierung: Die Regierung besteht aus fünf Mitgliedern; Regierungschef, Regierungschef-Stellvertreter und zwei weitere Regierungsmitglieder üben ihre Tätigkeit im Vollamt und ein Regierungsrat im Hauptamt aus.

Die Regierung setzt sich wie folgt zusammen:
- Regierungschef: Mario Frick (VU)
- Regierungschef-Stellvertreter: Michael Ritter (VU)
- Regierungsräte: Andrea Willi (VU), Heinz Frommelt (VU), Norbert Marxer (VU).

Landtag: Bei der Wahl vom 2. Februar 1997 errangen die Vaterländische Union (VU) dreizehn, die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) zehn und die Freie Liste (FL) zwei Sitze.

Parteien: Die Fortschrittliche Bürgerpartei in Liechtenstein (FBPL) und die Vaterländische Union (VU) sind konservative Volksparteien ohne ideologische Unterschiede; die Freie Liste (FL) ist eine Sammelbewegung mit freiheitlich/sozialistischer Ausrichtung.

Wahlrecht: Die Stimmberechtigung beginnt mit dem vollendeten 20. Lebensjahr. Seit dem 1. Juli 1984 sind auch die Frauen stimm- und wahlberechtigt. Den heute rund 14.000 Stimmbürgern steht das Recht zu, gegen Beschlüsse des Landtages das Referendum zu ergreifen oder Verfassungs- und Gesetzesinitiativen einzureichen.

Abkommen und Mitgliedschaften:
Liechtenstein ist über 50 multilateralen Abkommen beigetreten; es ist unter anderem Mitglied des Europarates (seit 1978), der UNO (seit 1990), der EFTA (seit 1959 assoziiert, seit 1991 Vollmitglied) und der OSZE (seit 1994). Seit 1923 besteht ein Zollvertrag mit der Schweiz, durch den Liechtenstein ins schweizerische Wirtschaftsgebiet integriert wurde. Nach dem unterschiedlichen Ausgang der Volksabstimmungen hinsichtlich des EWR-Beitrittes in Liechtenstein und der Schweiz, wurde der Zollvertrag inhaltlich so angepasst, dass für Liechtenstein sowohl die enge Partnerschaft mit der Schweiz (Zollunion) als auch die EWR-Mitgliedschaft seit dem 1. Mai 1995 möglich ist. Damit gehört Liechtenstein gleichzeitig zwei Wirtschaftsräumen an.

Gemeinden:
Elf Gemeinden mit großer kommunaler Selbständigkeit; Hauptort Vaduz 5.085 Einwohner, Schaan 5.106, Balzers 3.954, Triesen 3.885, Eschen 3.428, Mauren 3.049, Triesenberg 2.461, Ruggell 1.621, Gamprin 1.129, Schellenberg 879, Planken 326.

Wirtschaft:
Von den 22.187 Arbeitsplätzen entfallen 1.6 % auf die Land- und Forstwirtschaft, 51.6 % auf das Dienstleistungsgewerbe und 46.8 % auf Industrie und Gewerbe. Von den 22.187 Arbeitskräften kommen 3.100 als Grenzgänger aus der Schweiz, 4.380 aus Österreich und 59 aus anderen Ländern.

Liechtensteins Industrie exportierte 1994 Güter im Werte von 2.6 Milliarden Franken. Davon gingen 14.0 % in die Schweiz und 5.9 % in die übrigen EFTA-Länder; die EU-Länder haben einen Anteil von 39.6 %. 40.5 % wurden in die übrige Welt exportiert; Hauptmärkte sind hier die USA und der Ferne Osten.

Die fünf liechtensteinischen Banken wiesen für 1995 eine Bilanzsumme von total 24.3 Milliarden Schweizer Franken aus.