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... unsere Märchen in Deutsch


In diesem Jahr feiert das Deutsche Lehrmittel- und Kulturzentrum Kirov seinen 5. Geburtstag

- Die Idee seines Schaffens, - erzahlt der Vorsitzende des Rates dieser gesellschaftlichen Organisation A.N.Makarov, - schwebte schon seit Langem im Raum, aber erst mit der Unterstützung der regionalen Administration konnte sie auch lebendig werden. Zum Hauptinhalt der Arbeit des Zentrums wurde ein Programms zur Unterstützung des Deutschunterrichts für alle Interessierten auf dem Wjatka-Boden. In all diesen Fragen unterstutzt das Goethe-Institut und der DAAD regelmäßig mit einer großen Zahl an Buchern für Wjatkaer Schulen und Bibliotheken. Die deutsche Seite betreut z.B. auch Deutschkurse im Rayon Werchnekamsk und in der Stadt Kirowo-Tschepezk, wo die Erben ihrer deutschen Landsleute wohnen, die zu verschiedenen Zeiten (besonders in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges) nach Wjatka gekommen waren. Es ist verständlich, dass sie die Sprache und Kultur ihrer Ahnen kennenlernen möchten. Wir berücksichtigen auch das in der ganzen Welt wachsende Interesse an Deutschland und an der deutschen Kultur. Bei uns fand dies seinen Ausdruck in einer Konferenz unter dem Namen "Deutsche in Wjatka", deren Materialien auf der Homepage unseres Zentrums veröffentlicht wurden (die Homepage befindet sich in Deutschland).

Vor kurzer Zeit half man von deutscher Seite dem Kirower Zentrum, sein "Hauptquartier" an der Abteilung für fremdsprachige Literatur der Kirower regionalen wissenschaftlichen Bibliothek "A.I.Herzen" mit einem digitalen TV-Satellitensystem auszurüsten. Also, wie A.Makarov es ausdrückt, ohne einen Groschen in der Tasche bringt die von ihm geleitete nicht kommerzielle Organisation für die Region einen Nutzen von einigen Millionen Rubel. Die Lehrerinnen des Zentrums (z.B. I.E.Kargapolzewa) erarbeiten zusammen mit ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen neue Unterrichtsprogramme, sind Autoren von Lehrwerken oder nehmen aktiv an den in Schulen und an den Hochschulen stattfindenden Deutsch-Olympiaden der Stadt und der Region teil, deren Sieger dann gleich an der Kirower Pädagogischen Universität immatrikuliert werden.

Die Tätigkeit A.Makarovs ist eng mit der Pädagogischen Universität verbunden. Nach dem Abschluss der Leipziger Universität 1973 kehrte er zur Alma Mater zurück, wo er Deutsch zu unterrichten begann. Fünf Bücher und viele wissenschaftliche Artikel stammen aus seiner Feder. Kaum ein wichtiges Ereignis in der modernen Geschichte deutsch-wjatkaer Beziehungen ist ohne seine Teilnahme denkbar. Sei es die Ausrüstung des Kirover Orgelsaales oder die Puppenausstellung "Hampelmann und Matrjoschka" im regionalen Kunstmuseum "Brüder Wasnezov". Jetzt beschäftigt sich der Leiter des Deutschen Zentrums mit der Vorbereitung der zweiten Konferenz, die Deutschen in Wjatka gewidmet ist. Er schickt regelmäßig neues Material nach Deutschland zur Ergänzung der Homepage des Zentrums und freut sich darüber, dass sie von vielen Menschen besucht wird. Und wenn irgend ein Artikel jemandem nicht gefallt (z.B. Texte aus der Geschichte), so kann an der Popularität russischer Märchen, von Wjatkaer Schulkindern ins Deutsche übersetzt und von ihnen illustriert, schwerlich gezweifelt werden.

W.Semibratov
27.03.2001: Artikel einer regionalen Zeitschrift in Kirov


September 2003: Inzwischen wurde die Homepage des Deutschen Kulturzentrums von mehr als 50.000 Besuchern aus 35 Ländern aufgesucht.