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Die Wohnungen


Das Angebot an Wohnraum reicht in der Region Wjatka vom sehr kleinen Einzelzimmer bis zur großen Villa für die neuen Russen. 98 Prozent der Mietwohnungen in der ehemaligen Sowjetunion waren Sozialwohnungen, deren Bau vom Staat gefördert wurde. Jede Vier-Person-Familie hatte Möglichkeiten, eine Dreizimmerwohnung mit Bad und Zentralheizung zu bekommen. Heute baut man sehr wenige Wohnungen, die für kinderreiche Familien, Behinderte, alte Menschen und Bürger mit geringem Einkommen bestimmt sind. Heute gibt es vor allem Wohnungsprobleme für Lehrer, Ärzte, Hochschullehrer, junge Paare, kinderreiche Familien und die Ausländer, die aus den ehemaligen Sowjetrepubliken emigriert sind. Nur die neuen Russen haben keine Wohnungsprobleme. Man kann sehr viele teuere und große Privathäuser der neuen Russen sehen. In solchen Häusern verfügt jeder neue Russe oder jede neue Russin heute im Durchschnitt über eine Wohnfläche von 50 m2. Für Lehrer, Ärzte und Hochschullehrer liegt der entsprechende Wert bei 6 - 10 m2. Zwischen den neuen Russen und Arbeitern, Lehrern, Hochschullehrern, Ingenieuren, Ärzten gibt es sehr große Unterschiede in der Wohnungsqualität und der verfügbaren Wohnfläche. Zu Zeiten der UdSSR hielt der Staat die Mieten für Wohnungen künstlich niedrig.

Heute steht die Wohnungspolitik vor großen Problemen. In der Region müssen sehr viele Altbauten saniert werden. Sowohl kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen wie auch private Vermieter können kaum Mittel für die Instandhaltung und Modernisierung der Wohnungen aufbringen. Für den sozialen Wohnungsbau in der Region stellt die Regierung der Region kein Geld zur Verfügung. Eine kommunale Dreizimmerwohnung (38 - 40 m2), die nicht privatisiert ist, kostet monatlich 300 Rubel (27 - 30 DM).